Gog, Franz Xaver 

Geburtsdatum/-ort: 24.04.1907;  Öpfingen
Sterbedatum/-ort: 10.06.1980;  Sigmaringen
Beruf/Funktion:
  • Jurist, MdL-CDU, Fraktionsvorsitzender
Kurzbiografie: 1914-1921 Volksschule in Öpfingen
1921-1927 Humanistisches Gymnasium Ehingen a.d. Donau
1927-1931 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in München (1927/29), Kiel (1929) und Tübingen (bis 1931)
1932 I. Juristische Staatsprüfung, danach Vorbereitungsdienst als Referendar
1935 II. Juristische Staatsprüfung; danach Probe-, später (1936) Gerichtsassessor
1939-1945 Kriegsdienst; Frankreich-Feldzug, dann Einsatz im Südabschnitt beim Rußland-Feldzug, zuletzt in Schleswig-Holstein. Britische Kriegsgefangenschaft
1940 (01.05.) Landgerichtsrat am Landgericht Hechingen
1945 (Oktober) Oberamtsrichter in Sigmaringen
1946 (04.05.) Gründungsmitglied der Sigmaringer CDU, (13.10.) Wahl in den Kreistag von Sigmaringen
1946/47 Mitglied der Beratenden Landesversammlung für Württemberg-Hohenzollern
1947-1952 MdL Württemberg-Hohenzollern; ab August 1948 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag
1950 (06.05.) Mitglied des Hauptausschusses der in Karlsruhe gegründeten „Arbeitsgemeinschaft für die Vereinigung Baden-Württemberg“, (07.09.) Inkrafttreten des hohenzollerischen Selbstverwaltungsgesetzes
1950-1972 Vorsitzender des Hohenzollerischen Kommunallandtags und Landesausschusses
1952 Landgerichtsdirektor Hechingen
1952/53 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung für Baden-Württemberg; ab 09.07.1952 Vorsitzender des Verfassungsausschusses
1953-1972 MdL Baden-Württemberg; stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag
1964-1968 Dritter Vizepräsident des Landtags
1968 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Hohenzollerischen Landesbank Sigmaringen
Seit 1973 Mitglied des Staatsgerichtshofes von Baden-Württemberg
Weitere Angaben zur Person: Religion: römisch-katholisch
Auszeichnungen: 1953 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1956 Treue-Medaille der Bundes-CDU (anläßlich des 80. Geburtstags von Bundeskanzler Konrad Adenauer)
1958 Ehrenmitglied beim Landesverband der Feuerwehren Württemberg-Hohenzollerns
1959 Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz (I. Stufe)
1961 Fördermedaille am Band des Deutschen Volksmusikverbandes
1964 Verdienstnadel in Gold des VdK
1967 Dr.-Johann-Christian-Eberle-Medaille in Gold des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes
1967 Stern zum Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1972 Verfassungsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg
1972 Ehrenurkunde 50jährige Mitgliedschaft im Deutschen Alpen-Verein (Sektion Oberland)
1972 Goldene Ehrenplakette des VdK
Mitgliedschaften: Rundfunkrat des Südwestfunks Baden-Baden (Vorsitzender Rechts- und Verwaltungsausschuß)
Präsidialausschuß des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft Köln und des Hauptausschusses des Verbandes der Sachversicherer e.V. Köln
Württembergischer Sparkassen- und Giroverband (Vorstand)
Verwaltungsrat der Württembergischen Girozentrale und der Öffentlichen Bausparkasse Württemberg
Verheiratet: 1. 1940 Haigerloch, Dr. med. Magdalena Strobel (1907-1966)
2. 1974 Beuron, Elisabeth Walter(* 1927)
Eltern: Lorenz Gog (1867-1958), Landwirt
Philomena, geb. Seiz (1868-1960)
Geschwister: aus 1. Ehe des Vaters Emma (1900-1983) und Hugo Bernhard (1903-1985), Landwirt
aus 2. Ehe des Vaters Karl (1909-1943), Pfarrer in Schnürpflingen
Kinder: Beate, verh. Fischer(* 1941)
Monika (* 1945)
Andreas (* 1948), Pfarrer in Hohentengen
GND-ID: GND/124693725

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 2, 158-161
Quellen: Ein Nachlaß im Archiv existiert nicht. – Tauf- und Familienregister der Gemeinde Öpfingen im dortigen Einwohnermeldeamt. Gespräch am 27. April 1995 mit Pfarrer Andreas Gog, Hohentengen; dort reichhaltiges Akten- und Fotomaterial. – Personalakten Gog im Archiv des Justizministeriums Baden-Württemberg Stuttgart. – Niederschrift über die Sitzungen des Verfassungs-Ausschusses in Bebenhausen (Wü 1 und Wü 2, vor allem Wü 1/28; HStAS). – Persönlichkeiten-Dokumentation „Franz Gog“ im Archiv des Landtags von Baden-Württemberg, Referat II/4 (Informationsdienst), Stuttgart. – Protokolle der Verhandlungen der Beratenden Landesversammlung für Württemberg-Hohenzollern 1946/47, des Landtags für Württemberg-Hohenzollern 1947-1952, der Verfassunggebenden Landesversammlung für Baden-Württemberg 1952/53; Quellen zur Entstehung der Verfassung von Baden-Württemberg 1-8 (bearb. von Paul Feuchte), 1986ff., Band 9 (Gesamtregister; bearb. von Jürgen Tröscher) 1995, 320-323; Protokolle der Verhandlungen des Landtags von Baden-Württemberg 1953-1972
Werke: Die CDU-Fraktion in Bebenhausen und Stuttgart, in: 10 Jahre Landesverband Württemberg-Hohenzollern der Christlich-Demokratischen Union. Festschrift, 1956, 27-31; (mit Josef Mühlebach), 900 Jahre Zollern, in: Reinhard Appel, Max Miller, Jan Ph. Schmitz, Baden-Württemberg. Land und Volk in Geschichte und Gegenwart (Schriftenreihe der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg 1), 1961, 30-34
Nachweis: Bildnachweise: Mühlebach, Landeskommunalverband (siehe Literatur), 132; Handbuch des Landtags von Baden-Württemberg 2 (1956), 3 (1960), 4 (1964) und 5 (1968); Raberg (vgl. Literatur)

Literatur: Handbuch des Landtags von Baden-Württemberg (1956, 1960, 1964, 1968); Josef Mühlebach, Der Landeskommunalverband der Hohenzollerischen Lande. Geschichtliche Entwicklung, Rechtsgrundlagen und Aufgabengebiete (Arbeiten zur Landeskunde Hohenzollerns 10), 1972; Bruno Effinger, Franz Gog, in: Der Landkreis Sigmaringen. Geschichte und Gestalt, 1981, 285ff.; Gerd Friedrich Nüske, Württemberg-Hohenzollern als Land der französischen Besatzungszone in Deutschland. Bemerkungen zur Politik der Besatzungsmächte in Südwestdeutschland, in: (Teil 1) Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte 18 (1982), 180-278, bes. 258-261, (Teil 2) 19 (1983), 104-194, bes. 187; Max Gögler und Gregor Richter, in Verbindung mit Gebhard Müller (Hg.), Das Land Württemberg-Hohenzollern. Darstellungen und Erinnerungen, 1982 (darin vor allem Gerd Friedrich Nüske, Die Hohenzollernfrage, 171-188); Paul Feuchte, Verfassungsgeschichte von Baden-Württemberg, 1983; 40 Jahre CDU-Kreisverband Sigmaringen und seine Chronik. Hg. vom CDU-Kreisverband Sigmaringen, 1986; Josef Weik, Der Landtag von Baden-Württemberg und seine Abgeordneten von 1952-1988, 4. Aufl. 1988; Klaus Schüle, Der Staatsgerichtshof und der Verwaltungsgerichtshof von Württemberg-Hohenzollern. Zur Geschichte der Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes Württemberg-Hohenzollern (1946-1952) (Reihe Rechtswissenschaft 144), 1993, 21, 27; Frank Raberg, Franz Gog. Ein „hohenzollerischer“ Parlamentarier zwischen Bebenhausen und Stuttgart 1946-1953. Ein Beitrag zu seiner Biographie, in: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte 32 (1996), 229-300<br /> Zeitungen: Das Porträt: Franz Gog, in: Deutsches Monatsblatt (der CDU), Ausgabe April 1960, 3; Auszeichnung für Landtagsabgeordneten Gog, in: Schwarzwälder Bote vom 03.05.1967; Das „Ländchen“ fühlt sich benachteiligt, in: Badische Volkszeitung vom 06.12.1967; Verläßt Gog die politische Bühne?, in: Schwarzwälder Bote vom 10.02.1968; Bürgernähe war für ihn mehr als nur ein Schlagwort, in: Schwäbische Zeitung (Ausgabe Sigmaringen) vom 23.04.1977; Veit Feger, Franz Gog – Erster großer biographischer Text über einen bedeutenden Öpfinger, in: Schwäbische Zeitung (Ausgabe Ehingen) Nr. 95 vom 25.04.1997; Franz Gog – ein Politiker der ersten Stunde, in: Schwäbische Zeitung (Ausgabe Mengen) Nr. 109 vom 14.05.1997
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