Stauwehr

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Bei archäologischen Ausgrabungen im Vorfeld von Stuttgart 21 wurde ein Stauwehr des 16. Jh. freigelegt. Die Konstruktion besitzt einen massiv gezimmerten Rahmen aus Eichen- und Nadelholz, den dicht gesetzte Packungen aus Steinen und Lehm ausfüllen. Das Wehr bildet an der Wasserseite eine flache Böschung. Diese war vermutlich zum Auffangen von Schwemmgut gedacht. Der Aufstau wurde in eine Rinne abgeleitet, die aus großen Steinplatten bestand. Vermutlich diente diese als Triebkanal für ein Wasserrad bislang unbekannter Funktion. Zum Ende des Stauwehrs wurde das gesamte Bett des Nesenbachs mit Sediment verfüllt, das neben Sandsteinen, eine Vielzahl an Siedlungsanzeigern wie Keramik und Tierknochen enthielt - Reste eines einzigen Hochwasser, das auch das gesamte Wehr überdeckte.

 

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