Die Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins im Königreich Württemberg

Als die russische Zarentochter Katharina Pawlowna 1816 König Wilhelm I. von Württemberg heiratete, war die Situation im Land geprägt von sozialem Elend als Folge von Naturkatastrophen und den Kriegen der napoleonischen Ära. Das Königshaus reagierte mit einer Reihe von Maßnahmen. Königin Katharina kümmerte sich um soziale, aber auch wirtschaftliche Belange. Auf ihre Initiative wurde 1816/17 die Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins im Königreich Württemberg eingerichtet. Auf besonderen Wunsch Katharinas und um wichtige Entscheidungen kurzfristig umsetzen zu können, wurde die Zentralleitung direkt dem König unterstellt. Nach dem von ihr vertretenen Grundsatz "Arbeit statt Almosen" war die Schaffung von Beschäftigungsverhältnissen für sozial gefährdete Bevölkerungsgruppen ein zentrales Anliegen. Dies blieb neben der Bekämpfung von Krankheiten vorrangiges Ziel der Zentralleitung im 19. Jahrhundert. Nach mehrmaligem organisatorischem Umbau im 20. Jahrhundert wurde schließlich das heutige Landeswohlfahrtswerk für Baden-Württemberg gegründet, eine Stiftung bürgerlichen Rechts.

 

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