Öhningen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.oehningen.de
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Einwohner: 3530
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 125.0
Max. Höhe ü. NN (m): 716.54
Min. Höhe ü. NN (m): 391.48
PLZ: 78337

Die Gemeinde Öhningen liegt am südlichen Rand des Landkreises Konstanz auf der Halbinsel Höri am Ufer des Untersees. Das Gemeindegebiet umfaßt den Bereich zwischen dem südlichen Hangfuß des Schiener Berges und die hier zum Seeufer vorstoßenden Schwemmfächer. Naturräumlich gehört es zur übergeordneten Einheit des Hegau. Der höchste Punkt liegt am Schiener Berg im Nordosten mit 716,54 m, der tiefste Punkt im Süden am Seeufer auf 391,48 m. Das Gemeindegebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Bodenseeufer (Gemarkung Öhningen), Bodenseeufer (Gemarkung Wangen, Hemmenhofen), Bühler Moos, Hangried Schrännen, Kattenhorner Bühl und Moor am Oberbühlhof. Öhningen kam 1803 an Baden und wurde noch im gleichen Jahr dem Amt Bohlingen zugewiesen. Ab 1810 wurde die Gemeinde dem Bezirksamt Radolfzell unterstellt und kam 1872 zum Bezirksamt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis hervorging. Die heutige Gemeinde Öhningen entstand 1975 durch Zusammenschluss der zuvor selbständigen Gemeinden Öhningen und Wangen und der Eingemeindung von Schienen. Seit 1986 ist der Ortsteil Wangen Anerkannter Fremdenverkehrsort. 1999 wurde der Ortskern von Öhningen unter Denkmalschutz gestellt. Öhningen liegt als dicht bebautes Haufendorf, dessen Mittelpunkt eine ehemaligen Klosteranlage ist, am Südhang des Schiener Berges. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann zunächst eine umfangreiche Neubautätigkeit. Vorwiegend im Norden und Nordwesten der alten Bebauung wurden in den 1950er Jahren großflächige Siedlungsgebiete ausgewiesen. Dadurch ist der Ort mit den umgebenden Kleinsiedlungen Endorf, Ennetbruck und Stiegen zusammengewachsen. Die Bautätigkeit ging ab Ende der 1960er Jahre stark zurück. Neubauten entstanden überwiegend in Einzellage an verschiedenen Stellen des Ortsrandes sowie zur Schließung von Baulücken. Ein kleines Gewerbegebiet liegt am nordwestlichen Ortsrand.

Der Schiener Berg und seine Südabdachung sowie die dem südlichen Hangfuß vorgelagerten und gegen den Seerhein vorstoßenden Schwemmfächer bestimmen das Landschaftsbild des Gemeindegebiets. Glimmersande der Oberen Süßwassermolasse, denen auf den höchsten Verebnungen altpleistozäne Deckenschotter der Günz- und Mindeleiszeit auflagern, bauen den Schiener Berg auf, auf dessen Hochfläche und Südhang innerhalb des Gemeindegebiets weitgehend Geschiebelehme der würmeiszeitlichen Grundmoräne verbreitet sind. Die dem Südhang vorgelagerten Schwemmkegel bestehen aus feinsandigem und lehmigem Material, das deltaartig in den See transportiert wird. Am Ufer ist streckenweise ein schmaler Streifen rezenter Seeablagerungen aus Seekreide und Schneckiisanden zu beobachten.

Wappen von Öhningen

Halbgespalten und geteilt; oben vorn in Gold (Gelb) eine rote Laubkrone, hinten in Rot ein goldener (gelber) Stern, unten von Silber (Weiß) und Blau zu zwölf Plätzen geschacht.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung von Öhningen und Wangen und gleichzeitige Eingemeindung von Schienen gebildet. Das Wappen, das am 28. Oktober 1976 mit der Flagge vom Landratsamt Konstanz verliehen wurde, setzt sich aus Motiven der Wappen der Ortsteile zusammen. Dabei stammt die Krone, hier in farblicher Umkehrung, aus dem Wappen der Herren von Öhningen, das die alte Gemeinde Öhningen seit 1904 als Gemeindewappen verwendete. Der Stern ist dem Wappen von Schienen entnommen, welches dem Wappen der Herren von Schienen, der Ortsherren bis 1637, entspricht. Das geschachte Feld schließlich bildet die untere Hälfte des Wappens der Herren von Marbach, der Vorgänger der Freiherren von Ulm zu Erbach als Ortsherren über Wangen. Dieses Wappen wurde 1663 dem ulmschen Stammwappen hinzugefügt und von Wangen seit 1904 als Gemeindewappen geführt.