Dogern 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.dogern.de
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Einwohner: 2280
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 306.0
Max. Höhe ü. NN (m): 599.74
Min. Höhe ü. NN (m): 294.66
PLZ: 79804

Die mit Abstand flächenkleinste Gemeinde des Landkreises Waldshut liegt im Hochrheintal in unmittelbarer westlicher Nachbarschaft zur Stadt Waldshut-Tiengen. Von der Schweizer Grenze reicht sie über das hier breitere Hochrheingebiet mit markanter Stufe auf die Waldshuter Muschelkalkplatte des Alb-Wutach-Gebietes hinauf. Dort wird mit knapp 600 m über NN das Höhenmaximum erreicht, das nach Süden zu auf rd. 300 m am Rheinlauf abfällt. Plattenkante und Stufe sind von eiszeitlichen Moränen und Schottern überdeckt, weshalb dort der Wald überwiegt. Die Landwirtschaftsflächen konzentrieren sich auf das Hochrheingebiet. Auf Höhe des westlichen Ortsrandes wird der weit nach Süden schwingende Hochrhein durch ein Wehr gestaut, womit Wasser in den nördlich ziehenden, breiten Werkskanal zu dem seit 1933 in Albbruck arbeitende Laufwasserkraftwerk Albbruck-Dogern geleitet wird. Zwischen Kanal und Rhein ist als Stauraum im Gemeindegebiet das Aubecken angelegt, das vom Schluchseewerk genutzt wird. Der Ort selbst liegt abseits des Rheinlaufs unweit des Stufenrands, wohin das ehemalige Fischerdorf Mitte des 18. Jahrhunderts nach schweren Hochwasserschäden verlegt wurde. Der sehr planmäßig angelegte alte Kern gruppiert sich um die 1767 erbaute, mit ihrem Zwiebelturm weithin sichtbare katholische Kirche. Jüngere Wachstumstendenzen sind nach Norden zur Stufe und ab 1978 vor allem durch Industrieansiedlungen stark nach Westen gerichtet, wo der Ort baulichen Anschluss an den Nachbarn Albbruck gefunden hat. Dennoch ist er vorrangiger Wohnort im unmittelbaren Umfeld der Kreismetropole Waldshut-Tiengen. Er wird von der Hochrheinbahn und der B34 erschlossen. 1805 fiel der Ort an Baden und gehörte zum Ober- bzw. Bezirksamt und seit 1939 zum Landkreis Waldshut.

Die Gemarkung im Grenzbereich von südöstlich Hotzenwald und Hochrheintal erstreckt sich von Norden nach Süden über den Südabfall des im Untergrund aus Gneisanatexiten aufgebauten Grundgebirges, die seinen Fuß säumende Hochrhein-Niederterrasse bis in die rechtsseitige Talaue, wo in der Flußmitte die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik und der Schweiz verläuft. Der nördliche Gebirgsanteil, der bis auf 600 m Null-Niveau emporragt, ist von rißeiszeitlichen Moränen und Schottern überdeckt. Nur nördlich von Dogern sind an den Talhängen eines kleinen nach Süden strebenden Wasserlaufes das Kristallin und die Trias (Unterer Muschelkalk) des Untergrundes freigelegt. Ausgedehnte Siedlung auf der Hochrhein-Niederterrasse mit unregelmäßig leiterförmigem Grundriß. Siedlungserweiterung durch Neubaugebiete im Südwesten zwischen Bahnlinie und Bundesstraße und nördlich der Bahnlinie in Hanglage.

Wappen von Dogern

In gespaltenem Schild vorn in Silber (Weiß) auf grünem Boden eine grüne Tanne, hinten in Blau ein zunehmender goldener (gelber) Mond mit Gesicht.

Beschreibung Wappen

Bis ungefähr zur Mitte des 19. Jahrhunderts führte Dogern im Gemeindesiegel das Wappen des Großherzogtums Baden. Ende des 19. Jahrhunderts erschien im Siegel ein Halbmond, dessen Bedeutung unbekannt ist. Möglicherweise handelt es sich um das Dorfzeichen. Im Jahre 1906 nahm die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs das heutige Wappen an. Mit dem bereits in den Siegeln verwendeten Mond wurde die Tanne, das Wappenbild der Grafschaft Hauenstein übernommen. Dogern war Hauptort einer gleichnamigen Einung und Versammlungsort aller acht Einungen der bis 1805 unter österreichischer Landeshoheit stehenden Grafschaft Hauenstein. Die Flagge wurde am 27. September 1956 vom Innenministerium verliehen.

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