Neufra - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1138

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Das Dorf liegt im Fehlatal, der ältere und größere Teil rechts des Flüsschens. Auf der linken Talseite langgezogene Ortsdurchfahrt der Вundesstraße 32. Starke Neubautätigkeit. Neues Gewerbege­biet auf der Talsohle oberhalb des Orts.
Historische Namensformen:
  • Nufiron
  • Nunfron
Geschichte: 1138 (Chronik, Корie 16. Jahrhundert) Nufiron, 1275 Nunfron. Wohl noch Siedlung der älteren Ausbauzeit. Alemannische Reihengräberfunde am nördlichen Ortsausgang. Die »ältere« Hälfte von Neufra gehörte seit dem 13. Jahrhundert zur Gammertinger Herrschaft der Grafen von Veringen, gelangte 1408 an Heinrich von Rechberg, der 1411 von Württemberg auch die »jüngere« Hälfte des Dorfs, das sogenannte Oberdorf, zu Lehen erhielt. Dieser Teil erscheint zu Beginn des 15. Jahrhunderts in württembergischer Hand; er war erst im 14. Jahrhundert, wohl nach Abgang des Weilers unter Lichtenstein, entstanden und gehörte zunächst den Herren von Lichtenstein. Württemberg erwarb 1447 beide Teile von Hans von Rechberg und verkaufte 1468 die »ältere« und 1474 die »jüngere« Hälfte an die Herren von Bubenhofen. 1524 gelangte Neufra als Teil der Herrschaft Gammertingen an die Speth von Zwiefalten. Seit der Teilung dieser Herrschaft 1599 bildete Neufra zeit­weise mit dem Birkhof eine eigene Herrschaft, so bis zum Tod des Albrecht Speth 1608, dann wieder 1620 bis 1633 unter Johann Christoph Speth und 1657 bis 1734 unter Hans Dietrich Speth beziehungsweise seiner Tochter Maria Antonia. Hans Dietrich erbaute 1690 das Schlössle. Dazwischen und danach gehörte Neufra den Speth zu Gammertingen, von 1664 bis 1744 gehörte jedoch ein Drittel des Dorfs (Unterdorf) den Speth zu Hettingen. 1806 unter die Landeshoheit von Hohenzollern-Sigmaringen. Bis 1827 standesherrlich Spethsches Amt, dann hohenzollerisches, ab 1850 preußisches Oberamt Gammertingen. 1925 Landkreis Sigmaringen.

Name: Schloss
Datum der Ersterwähnung: 1690

Ersterwähnung: 1138
Kirche und Schule: Kirche und wohl auch Pfarrei 1138; Sankt Mauritius 1486. Den Kirchensatz hatten als württembergisches Lehen die jeweiligen Inhaber der Herrschaft Gammertingen, 1827 ging er an das Haus Hohenzollern-Sigmaringen über. 1603/05 Bau einer größeren Kirche, die 1860/62 durch die heutige neugotische Pfarrkirche ersetzt wurde. Reste der ehemaligen Nikolauskapelle, die 1332 von Swenger von Lichtenstein gestiftet wurde; 1543 vom Herzog von Württemberg in eine Zehntscheune umgebaut. Im Süden des Dorfs am ehemaligen Friedhof die 1591 erbaute Marienkapelle, restauriert 1963. Im Schlössle die Schlosskapelle. Auf der Höhe im Оsten die 1751/52 errichtete, dem Heiligen Kreuz geweihte Hochbergkapelle. Evangelische nach Gammertingen.
Patrozinium: Sankt Mauritius
Ersterwähnung: 1486

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