Forchtenberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1240

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Am Hang des Bergsporns zwischen Kocher und Kupfer malerisch gelegen, mit eng und winkelig stehenden Häusern an schmalen Gassen im Stadtkern, um den eine Reihe kleiner noch nicht so alter »Vorstädte« liegt. Sie gehen zum Teil auf alte Mühlen an Kupfer und Kocher zurück. Jüngeren Datums sind ferner die »Öhringer Vorstadt« und das Bahnhofsgebiet. Im Anschluß an den Wiederaufbau der Kocherbrücke 1957 wurde neues Siedlungsgelände erschlossen. Zu diesen Wachstumsgebieten zählt das 1960 entstandene, nach dem abgegangenen Wülfingen benannte Neuwülfingen. Industrielle Niederlassungen finden sich am Ziegelberg (1950), an der Schöntaler (1960) und Öhringer Straße (1969) sowie im Gewann »Allmand« (1970).
Historische Namensformen:
  • Vorhdenberg 1240
Geschichte: 1240 Vorhdenberg, von mittelhochdeutsch forht = Furcht. In Anlehnung an eine von den Herren von Dürn Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute Burg auf einem Bergsporn zwischen Kupfer und Kocher entstanden. Die Burg war wahrscheinlich Nachfolger eines Herrensitzes im abgegangenen Wülfingen. Der Burgflecken wurde vor 1300 zur Stadt erhoben. Kreissektorartige Anlage auf flachem Sporn und einer hangparallelen Durchgangsstraße. Eine 1323 mit Rupert II. ausgestorbene Linie der Herren, später Grafen von Dürn nannte sich nach Forchtenberg. Bereits 1297 besaßen die Hohenlohe die halbe Vogtei in Forchtenberg, die sie wohl mit der Vogtei über das Stift Öhringen 1250 erworben hatten. Die Besitzungen der von Dürn in Forchtenberg wurden zum Teil dem Hochstift Würzburg zu Lehen aufgetragen. Aufgrund eines Erbvertrags Hohenlohe-Dürn von 1302 wurde Konrad von Hohenlohe schon 1322 von Würzburg mit der Hälfte von Burg und Stadt belehnt. Kraft von Hohenlohe erbte 1323 alle Reichslehen, die ihm Ludwig der Bayer übertrug, sowie weitere Lehen der Hochstifte Mainz, Würzburg und Regensburg. Damit war Hohenlohe praktisch alleiniger Grund- und Ortsherr, sieht man von einigen von den von Dürn an die Klöster Amorbach und Schöntal verkauften Gütern ab. Seit 1328 wird das hohenlohische Amt Forchtenberg genannt, das zeitweilig verpfändet wurde. Die adligen Vögte (Berlichingen, Jagsthausen, Hornberg unter anderem) und später die Amtmänner wohnten bis zum 17. Jahrhundert in der kaum modernisierten Burg, die im 18. Jahrhundert bis auf Keller und Ummauerung verfiel, 1850 an einen Privatmann verkauft wurde. 1553 fiel Forchtenberg an Hohenlohe-Neuenstein, 1708 an Hohenlohe-Weikersheim, 1756 an Hohenlohe-Oehringen, 1806 an Württemberg, 1807 Oberamt Neuenstein, 1809 Oberamt Schöntal, 1812 Oberamt, 1938 Landkreis Öhringen. — Im April 1945 wurde Forchtenberg durch Bombardierung und Artilleriebeschuß am 12. 4. zu über 15% zerstört, die Kocher- und Kupferbrücken gesprengt. In Stollen des seit dem 17. Jahrhundert bis 1959 abgebauten Gipsbruchs war im zweiten Weltkrieg eine Produktionsstätte der NSU-Werke untergebracht.
Ersterwähnung als Stadt: 1300 [vor 1300]

Name: Burg Forchtenberg
Datum der Ersterwähnung: 1200 [frühes 13. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1291
Kirche und Schule: Die 1291 genannte Michaelskapelle in Forchtenberg erhielt zum Teil die Pfarrechte und das Patrozinium des älteren Wülfingen. Die von Dürn übertrugen das Patronat dem Kloster Amorbach, dem die Kirche 1311 inkorporiert wurde. Nach Einführung der Reformation verkaufte Amorbach seine kirchlichen Rechte 1598 an Hohenlohe. Der Pfarrsprengel wurde auf Forchtenberg selbst reduziert. 1688 wurde die Kirche neu errichtet, 1934/35 völlig umgebaut. Romanische Reste (Plastiken) am Nordportal und am Turm, Taufstein von Sommer, Kanzel von Michael Kern. Katholiken zu Niedernhall.
Patrozinium: St. Michael
Ersterwähnung: 1291

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