Hochdorf 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.hochdorf.de
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Einwohner: 4620
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 596.0
Max. Höhe ü. NN (m): 366.27
Min. Höhe ü. NN (m): 252.11
PLZ: 73269

Die Gemeinde liegt südlich der Fils am östlichen Rand des Landkreises Esslingen. Sie gehört vom Naturraum her zum Mittleren Albvorland und nimmt hier Bereiche der zwischen dem Filstal und dem Kirchheimer Becken herausgehobenen Schlierbacher-Notzinger Platte ein. Die Höhenspanne reicht von rd. 365 m über NN im äußersten Südwesten der Gemeinde (Gewann Hängenloh) bis auf 256 m ganz im Nordwesten hinab, wo der zur Fils fließende Talbach die Gemeinde verlässt. Den Untergrund bilden Unterjuraschichten, über die Lössfelder verteilt sind. Bevorzugt diese und die ebeneren Geländeparten tragen Ackerflächen, die häufig von Aussiedlerhöfen bewirtschaftet werden. Daneben prägen Grünland und Wald das Landschaftsbild. Vom Dorfkern im Talbachtal aus wuchs der sich etwas ausufernd präsentierende heutige Wohnauspendlerort seit den 1950er Jahren sehr kräftig mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern schwerpunktmäßig nach Norden bzw. Nordosten. Vor allen in den dortigen Hanglagen führte nach 1990 die Anlage von Reihen- und Mehrfamilienhäuser zu einer stärkeren Verdichtung. Bereits in den 1960er Jahren wurde die deutlich vom Ort an der nördlichen Gemeindegrenze isoliert liegende Ziegelhofsiedlung angelegt. Am südöstlichen Dorfrand entstand ab Mitte der 1970er Jahre ein ständig vergrößertes Gewerbegebiet, auf dem neben ursprünglich im Ort verstreut arbeitenden Betrieben neue Unternehmen angesiedelt werden konnten. Über Landesstraßen ist der Ort gut im Norden an die B10 bei Plochingen-Reichenbach bzw. im Süden über Notzingen an Kirchheim angebunden. Ab 1806 gehörte das Dorf dem Oberamt Göppingen an, kam 1842 zum Oberamt Kirchheim bzw. 1938 mit diesem zum Landkreis Nürtingen und wurde 1973 in den Landkreis Esslingen eingegliedert.

Hochdorf liegt am östlichen Rand des Landkreises Esslingen und grenzt hier an den Landkreis Göppingen. Die 7,75 Quadratkilometer große Gemeinde erstreckt sich südlich des Filstales und hat als Nachbarn Notzingen, Wernau (Neckar), Plochingen, Reichenbach an der Fils und im Landkreis Göppingen die Stadtteile Roßwälden und Weiler der Stadt Ebersbach. Das 13 Kilometer Luftlinie entfernte Esslingen ist über die B 10 im Fils- und Neckartal rasch erreichbar; in südliche Richtung beträgt die Entfernung nach Kirchheim unter Teck 5 Kilometer. Der Landesentwicklungsplan zählt die Gemeinde Hochdorf zum Verdichtungsraum. Hochdorf liegt – der Name könnte kaum zutreffender sein – auf der Hochfläche zwischen Filstal und Kirchheimer Becken. An mehreren Stellen im Gemeindegebiet werden Höhen zwischen 350 und 360 Meter über Normalnull erreicht, so auf dem Lauerberg (352 Meter über Normalnull), im Eisenwinkel (360 Meter über Normalnull), auf dem Hohen Rücken (355 Meter über Normalnull), im Hängenloh-Wald an der Grenze nach Notzingen (360 Meter über Normalnull) oder bei den Sportplätzen am Aspen an der Grenze nach Notzingen und Wernau (350 Meter über Normalnull). Naturräumlich gehört dieser Landstrich zum Mittleren Albvorland und innerhalb von diesem zur sogenannten Schlierbacher Platte. Es handelt sich hierbei um eine vielerorts lössbedeckte Unterjuraplatte, die durch kleinere, zur Fils ziehende Tälchen gegliedert wird. Das größte Gewässer Hochdorfs ist der Talbach, der in seinem Oberlauf Köhlerbach und Schlierbach heißt. Auf seinem Weg zur Fils nimmt er von rechts den Dammbach und von links den Tobelbach auf, der einen wirklich markanten Tobel formt, im Orts-bereich dann aber verdolt ist. Im Nordwesten der Gemeinde hat sich der kurze Kehlbach in den Filstal-Abhang eingeschnitten und an der Mündung einen kleinen Schwemmfächer aufgeschüttet. Hier liegt mit 254 Metern über Normalnull der tiefste Punkt der Gemeinde. Rund 100 Meter beträgt der maximale Höhenunterschied im Gemeindegebiet. Zieht man den etwa 30 Meter mächtigen Knollenmergel am unteren Filstalhang ab, stimmt die verbleibende Differenz in etwa mit der Mächtigkeit der Unterjuraschichten vom Angulatensandstein (Schwarzjura alpha 2) bis zu den Jurensismergeln (Schwarzjura zeta) überein. Die Unterjuraschichten bilden überwiegend den geologischen Untergrund. In der Landschaft sind sie allerdings kaum von den Lössflächen zu unterscheiden, die weit über die Gemeinde verteilt sind. Auch der Rückschluss, dass die Lössgebiete an der Ackernutzung erkennbar seien, trifft gerade in Hochdorf nicht hundertprozentig zu. Die Geologische Karte weist Unterjura vor allem am Talbach, am südlichen Talhang des Dammbachs, in der Umgebung des Gewanns Reutewiesen und im Nordosten der Ortschaft bis hinunter an den Ziegelhof im Filstal aus. Zusammenhängende Lössdecken sind in den Gewannen Hintere Burg, Reißloch, Aspen, Hängenloh, Haslach, Brühl, Hoher Rücken/Eisenwinkel/Osterhau sowie nördlich des Ortes vorhanden. Im Norden wird die Gemeinde von Verwerfungen gestreift, die im Zusammenhang mit der Schurwaldverwerfung stehen. So ist beispielsweise am Westrand der Kehlbachklinge (Gemeindegrenze) die Schichtenfolge gestört: In Hochdorf reicht der Knollenmergel bis zur Talsohle, im Westen in der Gemeinde Wernau steht entlang der Fils Stubensandstein an. An Rohstoffen wurden früher Sandsteine und Lehm abgebaut. Oberhalb der Talbachmündung betrieb die Gemeinde einen Steinbruch im Hauptsandstein der Angulatenschichten. Der schon seit Jahrzehnten aufgelassene Bruch ist einer der wenigen im Angulatensandstein, die erhalten sind (Naturdenkmal). Zu sehen ist der Wechsel von gebanktem, gelbbraunem Sandstein und Tonmergellagen. Von der einstigen Ziegelei – heute Wohngebiet Ziegelhof – ist dagegen nichts mehr erhalten. Schon lange ist hier der Abbau von Lösslehm und Turneriton, aus denen Ziegeleierzeugnisse hergestellt wurden, eingestellt. Hochdorfs Wohngebiete haben sich stark ausgebreitet, vor allem nach Osten und Nordosten. Mit dem Ziegelhof im Filstal entstand eine weitere Wohnsiedlung, sodass der Überbauungsgrad heute 21 Prozent der Gemeindefläche beträgt. Die Landwirtschaft nimmt aber immer noch große Flächen ein (56 Prozent) und wird teilweise von Aussiedlerhöfen betrieben (Birkenhöfe, Eichenhöfe, Bachhöfe, Aspenhof, Krähwaldhof). Acker- und Grünland halten sich etwa die Waage. In der Regel liegen die Äcker in ebenen Lagen und bevorzugt auf Löss, während Grünland die steileren Hänge und feuchte Mulden einnimmt. Umrahmt werden Siedlungen und Felder von Wald, der einen fast geschlossenen Ring bildet und nur in der Dammbachmulde und im Filstal Lücken aufweist. Der Waldanteil von 22 Prozent ist für die fruchtbare Unterjuralandschaft relativ hoch, und nicht selten stockt der Wald hier auch auf Löss. Die weniger intensiv genutzten Landschaftsteile sind 1988 in einem Landschaftsschutzgebiet zusammengefasst worden, das aus drei Teilen besteht und 42 Prozent der Gemeindefläche einnimmt. Darin sind Streuobstwiesen, Wiesen, Waldflächen und Bäche enthalten, die als Erholungsgebiete und Lebensräume für Pflanzen und Tiere langfristig erhalten werden sollen. Die Naturdenkmale, zwölf an der Zahl, spiegeln die Vielfalt der Landschaft wider und umfassen neben dem erwähnten Steinbruch (1,3 Hektar) Bäche, Hecken, Feldgehölze und Hohlwege. Der Talbach einschließlich eines Mühlkanals ist nahezu auf seiner ganzen Länge außerhalb der Ortsbebauung (rund 2,5 Kilometer) als flächenhaftes Naturdenkmal geschützt, ebenso eine 700 Meter lange Feldhecke entlang des Triebwasenwegs und ein gut 400 Meter langer Hohlweg mit Feldgehölz im Gewann Hängenloh. Eine weitere Besonderheit ist der knapp 1 Hektar große Halbtrockenrasen auf mageren Numismalismergeln südöstlich des Freibads beim Ziegelhof.

Wappen von Hochdorf

In Silber (Weiß) auf grünem Dreiberg drei grüne Linden.

Beschreibung Wappen

Nach einer Mitteilung des Schultheißenamts Hochdorf vom 27. November 1930 hatte die Gemeinde drei Linden, die damals als Wahrzeichen von Hochdorf galten, in ihr Wappen aufgenommen. Der später hinzugekommene Dreiberg bezieht sich wohl auf die erste Silbe des Ortsnamens. Die aus dem gültigen Wappen abgeleitete Flagge wurde vom Innenministerium am 26. Oktober 1966 verliehen.

GND-ID:
  • 4095359-2
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