Wanner, Paul Gerhardt 

Geburtsdatum/-ort: 27.07.1895;  Schwäbisch Hall
Sterbedatum/-ort: 05.04.1990;  Stuttgart
Beruf/Funktion:
  • Pädagoge, Schriftsteller, Dramatiker
Kurzbiografie: 1901-1904 Elementarschule
1904-1909 Gymnasium Schwäbisch Hall
1909-1913 Evangelisch Theologische Seminare Maulbronn und Blaubeuren ab 1911
1913 Einjährig-Freiwilliger beim 10. Württembergischen Infanterie-Regiment Nr. 180 in Tübingen, Besuch von Vorlesungen, Eintritt in die Verbindung Normannia
1914-1920 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, seit September 1914 in französischer Gefangenschaft
1920-1923 Studium der Fächer Deutsch, Französisch, Geschichte und Philosophie in Tübingen und Wien
1923/24 Prüfungen für das höhere Lehramt
1924-1926 beurlaubt
1926 Studienassessor
1929 Studienrat
1939-1942 Wehrdienst als Leutnant der Reserve
1947 Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen
1960 Schubart-Preis der Stadt Aalen
1976 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
1985 Bürgermedaille der Stadt Stuttgart
Weitere Angaben zur Person: Religion: evangelisch
Verheiratet: 1. 1925 Stuttgart, Berta Rosa, geb. Elsässer (1908), gesch. 1932
2. 1958 Stuttgart, Gabriele, geb. Gebek (1936), gesch. 1963
3. 1966 Düsseldorf, Renate, geb. Haubold (* 1936)
Eltern: Carl Wanner (1855-1933), Kaufmann in Schwäbisch Hall
Luise, geb. Riecker (1862-1945)
Geschwister: Hanne, verh. Klaeger (1885-1974)
Cläre, verh. Köpf (1887-1978)
Gertrud, verh. Tafel (1889-1959)
Carl (1890-1891)
Oskar (1892-1914 gefallen)
Robert (1893-1916 gefallen)
Luise (1897-1903)
Otto (1898-1945 gefallen)
Doris (1902-1903)
Ernst (1905 +)
Kinder: aus 1. Ehe 1926 Arnold, Pfarrer i.R., 1927 Rose, verh. Hampele
nichtehelich (1944) Konrad Heydenreich, Studiendirektor
aus 2. Ehe 1959 Claudia, verh. Böhm
aus 3. Ehe keine
GND-ID: GND/118918087

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 2, 474-476
Quellen: StAL Personalakten Wanner, Nachlaß im DLA Marbach
Werke: Jahrbuch 1929 der Württembergischen Staatstheater, 6-24; Bibliographie in: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1988, 1280; Schauspiele: u.a. P. G. (Prisonnier de Guerre) 1929; Brennende Heimat 1934; Zweierlei Blut 1949; Der Schneider von Ulm 1949; Der letzte Tag 1954; Der Leonberger Landtag 1957; Der Tübinger Vertrag 1964; Der Spion von Aalen 1964; Schwäbische Weibertreu 1967; Kleider machen Leute 1970. Novellen: Erlebtes und Geträumtes 1981. Spiele für Rundfunk und Fernsehen: Schwäbische Trilogie: Moser, Schubart, Schiller; in tirannos; Weiße Mütze, buntes Band. Gedächtnis und Vermächtnis. 1941. Im Auftrag der Tübinger Normannia ausgewählt und hg. von Paul Wanner; Schwäbisches Erbe, übergenug, in: O. Heuschele: Schwaben unter sich über sich. 1976; Mein Lebensbericht, bearb. von Rudolf Kieß, 1990
Nachweis: Bildnachweise: Portrait: Umschlagbild des Lebensberichts (siehe oben), Kienzle (siehe oben) 75, Blume (siehe oben) 347

Literatur: Jahrbuch 1931 (siehe oben); B. Blume, Paul Wanner, in: Schwäbische Heimat 1975, 346-349; M. Kienzle, D. Mende: Paul Wanner, in: Stuttgart im Dritten Reich. Die Machtergreifung. 1983, 74-80; F. Martini, in: Stuttgarter Zeitung 26.07.1985; R. Kieß, Einführung zu Lebensbericht, 7-14