Vermischte Akten: Instruktion der Stadt Stuttgart an die württembergische Regierung in Tübingen, nach Stuttgart zurückzukehren; Entschädigungsklagen weltlicher und geistlicher Stände; Strafverfahren gegen kurpfälzischen Bauern; Hilfsgesuch eines vom Deutschen Orden Vertriebenen an Herzog Ulrich von Württemberg, in seinen deutschherrischen Wohnort zurückkehren zu dürfen 

Kurzbeschreibung: Enthält: 1) Instruktion an den Matthäus Müller, der von Bürgermeister, Gericht und Rat zu Stuttgart abgeschickt wurde, um die in Tübingen befindlichen Statthalter und Regenten zu bitten, sich mit der Regierungskanzlei wieder nach Stuttgart zu begeben, 24. Juli 1525 2) Klage des Treutwein Vaihinger von Schöntal gegen Rechwolf zu Löwenstein und Wolf Vellin von Sulzbach, die Forstmeisterjäger des Friedrich Graf von Löwenstein, wegen Beschädigung und Plünderung. Der Prozess wird durch gütlichen Vergleich beigelegt, 1533 3) Das Frauenkloster zu Lauffen belangt Lauffen, Bottwar und Beilstein wegen erlittener Plünderungen durch die Bauern. Lauffen widerspricht den Ansprüchen, da sie den Klosterfrauen einige Bürger zum Beistand verordnet hatten. Das Kloster wäre beim Eindringen der Bauern verschont geblieben und erst nach der Sindelfinger Schlacht ohne ihr Verschulden von fliehenden Bauern geplündert worden. Die Regierung bekennt auf weiteren Beweis, 1533 4) Der pfälzische Bauer Illenbartsch wird als einer der schlimmsten Aufrührer in Stuttgart arrestiert und an Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz ausgeliefert. Der Kurfürst gibt Nachricht, dass er Illenbartsch mit einer Kette an einen Baum an der offenen Straße aufhängen ließ, 22. Januar (Montag nach Sebastiani) 1526 Enthält auch: Peinliche Befragung des Eulla Brez, mit Denunzierung anderer Bauernanhänger, bsp. [Anton] Eisenhut [Pfarrer und Anführer des Kraichgauer Bauernhaufens], s.d. (1526) 5) Der aus Aalen gebürtige deutschherrische Untertan Hans Diez beklagt sich bei Herzog Ulrich von Württemberg, dass er wegen der Bauernaufruhr durch den Deutsche Orden aus seinem Haus zu Talheim (Thallen ?) vertrieben wurde. Der Deutsche Orden gibt Gegenbericht, sie hätten Diez wieder nach Aalen geschickt, da er bei der mörderischen Tat zu Weinsberg dabei war, 8. Dezember (Dienstag nach Nicolai) 1534
Erstellt (Anfang): 1526  [1526, 1533-1534]
Umfang: Anzahl der Digitalisate: 120
Quelle/Sammlung: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart
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