Nimburg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0977 [977 (Fälschung 12. Jahrhundert)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Großes, im Kern dicht bebautes Haufendorf an der Glotter unmittelbar unter der nördlichen Kuppe des Nimbergs. Größeres Neubaugebiet im Westen.
Historische Namensformen:
  • Niwnburch 0977 [977 (Fälschung 12. Jahrhundert)]
  • in loco Nuemburc 1052
Geschichte: 977 (Fälschung 12. Jahrhundert) Niwnburch, 1052 in loco Nuemburc = neue Burg. Hochmittelalterlicher Burgname. 1052 ist Hesso von Rimsingen als Grundbesitzer hier nachzuweisen. Nimburg war der Stammsitz der seit dem Ende des 11. Jahrhunderts auftretenden Grafen von Nimburg. Von ihnen sind die im 12. Jahrhundert als deren Dienstleute vorkommenden Herren von Nimburg zu unterscheiden. Die Geschichte der 1368 letztmals erwähnten Burg (1541 Flurname bi der hindern Burg) war stets mit der des Dorfes und der Herrschaft Nimburg verbunden. Im Jahr 1200 verkaufte Graf Berthold von Nimburg seinen Besitz an Bischof Konrad II. von Straßburg. Nach dem Aussterben der Nimburger zu Beginn des 13. Jahrhunderts blieb Nimburg, wenn auch von seiten der Grafen von Freiburg nicht unangefochten, beim Straßburger Bischof. 1236 erhielt es Kaiser Friedrich II. als Lehen. Der Besitz scheint erst wieder 1274 an Straßburg zurückgekommen zu sein. 1316 trugen Graf Egen von Freiburg und sein Sohn Konrad die Burg mit Zubehör als bischöflich-straßburgisches Lehen, 1343 war sie Graf Konrad verpfändet. Graf Egen III. versetzte die Burg und die Dörfer Nimburg und Bottingen 1368 an die Gräfin Klara von Freiburg, die Gemahlin des Pfalzgrafen Gottfried von Tübingen, wobei die Lehenshoheit des Straßburger Bischofs noch berücksichtigt wurde. Das war nicht mehr der Fall, als 1465 Gräfin Anna von Tübingen das Dorf Nimburg zusammen mit Bottingen an Markgraf Karl von Baden verkaufte. Nimburg gehörte zur Markgrafschaft Hachberg. 1809 Вezirksamt (Landkreis) Emmendingen.

Name: Burg
Datum der Ersterwähnung: 1368

Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert (Fälschung zu 977)]
Kirchengeschichte: Die Kirche in Nimburg ist erstmals im 12. Jahrhundert belegt (Fälschung zu 977). Patrozinium St. Johannes Baptista (1318). Von den Grafen von Nimburg wurde das Patronatsrecht an den Bischof von Straßburg verkauft, 1236 erhielt es Kaiser Friedrich II. als Lehen. 1407 vertauschte es der Straßburger Bischof an Hachberg. Das 1456 von Markgraf Karl gestiftete Antoniterkloster wurde 1545 aufgehoben. Evangelische Pfarrei; als Pfarrkirche dient die ehemalige Klosterkirche. Der anfänglich geostete Bau wurde wahrscheinlich um 1300 mit einem von Norden nach Süden verlaufenden Langhaus versehen. Das Innere barock umgestaltet. Die Katholiken zur Pfarrei Reute (Verwaltungsraum Denzlingen).
Patrozinium: St. Johannes Baptista
Ersterwähnung: 1318

GND-ID:
  • 4849174-3
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