Leinstetten - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1085

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Ortschaft an der Glatt bei der Einmündung des Heimbachs. Die Siedlung zieht sich am linken Talhang der Glatt hoch. Westlicher Ortsteil entlang des Heimbachs, verbunden durch eine Brücke.
Historische Namensformen:
  • Linstetin 1085
Geschichte: 1085 Linstetin, Ortsname vom Leinanbau; hochmittelalterlicher Ausbauort, wohl von Bettenhausen her. Zwei Huben und einen Teil der Kirche erhielt im 12. Jahrhundert Kloster Reichenbach von Rudolf von Waltorf. Adel mit Birhtelo und Manegolt von Leinstetten im Reichenbacher Schenkungsbuch ersterwähnt, dem Wappen (drei Sterne) nach zu urteilen ein Zweig der Herren von Brandeck. Die Herren von Leinstetten, bereits seit 1474 nicht mehr im Besitz des Ortes, erloschen 1525 mit Stephan von Leinstetten Burg, 1298 genannt, - wohl identisch mit dem in den 1840er Jahren abgebrochenen alten Schloß - in der Nähe des neueren Schlosses etwas außerhalb des Ortes. Die Ortsherrschaft von Leinstetten war als Lehen der Grafen von Hohenberg, später Österreichs, im Besitz der Herren von Leinstetten und wurde 1474 an Bubenhofen verkauft. Diese allodialisierten den Besitz 1783 und verkauften ihn an den Straßburger Kaufmann Frank, von dem ihn 1791 die Grafen von Sponeck erwarben. Mit Bettenhausen gehörte Leinstetten zum Ritterschaftskanton Neckar-Schwarzwald und wurde 1805 mediatisiert und dem württembergischen Oberamt Sulz angegliedert; 1938 zum Landkreis Horb.

Name: Leinstetten Burg
Datum der Ersterwähnung: 1298

Kirchengeschichte: Kirchlich war Leinstetten bis 1538 Filiale von Bettenhausen, nach Verlegung der Pfarrei Pfarrort für beide. Spätgotische katholische Pfarrkirche zum Heiligen Stephan, wohl nach der Verlegung erbaut. Patronatsherr war der Besitzer des Schlosses Leinstetten. Auf dem Marienaltar der Pfarrkirche romanische Muttergottes aus der Wallfahrtskirche Unterbrändi; im Innern bubenhofenscher Epitaph von 1550. St. Wendelinskapelle beim Kaltenhof östlich des Ortes. Heute katholische Pfarrei mit Sprengel Leinstetten, Bettenhausen und Fürnsal sowie von der Stadt Sulz die Stadtteil Dürrenmettstetten und Hopfau, außerdem von der Gemeinde Glatten sowie von der Gemeinde Schopfloch (beide Verwaltungsraum Dornstetten, Landkreis Freudenstadt) die Ortsteile Neuneck sowie Ober- und Unteriflingen. Die Evangelische nach Fürnsal, der Gemeindeteil Kaltenhof jedoch nach Dürrenmettstetten (Stadt Sulz am Neckar).
Patrozinium: Heiligen Stephan

GND-ID:
  • 7826624-5
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