Schiltach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.stadt-schiltach.de
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Einwohner: 3849
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 112.0
Max. Höhe ü. NN (m): 864.51
Min. Höhe ü. NN (m): 288.19
PLZ: 77761, 78733

Schiltach liegt im Westen des Landkreises Rottweil und setzt sich aus den Stadtteilen Lehengericht und Schiltach zusammen. Im Mittleren Schwarzwald gelegen, zählt das 34,22 qkm große Gebiet zur naturräumlichen Einheit Quelltäler der Kinzig. Hauptgewässer sind die Kinzig, die das Areal von Nordosten nach Nordwesten durchläuft, sowie die Schiltach, der von Westen der Kienbach und das Reichenbächle zufließen. Letztere vereinigt sich im Kernort mit der Kinzig. Beide Gewässer schneiden sich tief in das Grundgebirge ein und gliedern es. Die Kinzig markiert an der Grenze zu Wolfach auf etwa 288 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das sich an der Nordabdachung des Moosenkapfs auf rd. 865 m NN erhebt. Wegen der Lage in den Flusseinschnitten vermochte die Stadt nach 1945 ihre Siedlungsfläche nur in den bis zu 250 m breiten Talsohlen der Kinzig und der Schiltach zu erweitern. Der Landesentwicklungsplan verortet den anerkannten Luftkurort, der als Berggebiet und benachteiligtes Gebiet eingestuft ist, im Ländlichen Raum. Durch den Grenzausgleich mit Baden vom 2. Oktober 1810 wurden die altwürttembergischen Orte aus dem Oberamt Hornberg herausgelöst und dem Amt Wolfach zugewiesen – bei zeitweiliger Zugehörigkeit zum nun badischen Bezirksamt Hornberg. Am 25. Juni 1939 wechselten beide Orte vom aufgelösten Bezirksamt Wolfach (seit 24.7.1813) zum gleichnamigen Landkreis. Nach dessen Aufhebung zum 1. Januar 1973 kamen sie zum Landkreis Rottweil. Am 1. April 1974 wurde Lehengericht nach Schiltach eingemeindet.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Stadtgebiet umfaßt den Bereich der unteren Schiltach im Mittleren Schwarzwald. Die nördliche Grenze verläuft etwa parallel zur Kinzig. Eine kleine Exklave befindet sich nördlich der Kinzig im Gemeindegebiet von Wolfach. Westlich der Schiltach ist das kristalline Grundgebirge weitgehend freigelegt, auf der östlichen Seite begleitet es den Fluß als hügelige, mit zahlreichen Einzelhöfen besiedelte Hangterrasse. Darüber die steile zerlappte Stufe im Unteren und Mittleren Buntsandstein. Zum Teil ist am Stufenfuß noch Rotliegendes zu finden.

Wappen von Schiltach

In Silber (Weiß) drei (2:1) rote Schilde.

Beschreibung Wappen

Im Jahre 1371 ging Schiltach, an dem wichtigen alten Verkehrsweg Straßburg-Rottweil gelegen, von den Herzögen von Teck in den Besitz der Herzöge von Urslingen über. 1381 sicherte sich Württemberg die Herrschaft über die Stadt. 1810 fiel sie an Baden. 1378 wird Schiltach erstmals als Stadt genannt. Somit fällt die Stadterhebung in die Zeit der Urslinger Herrschaft. Darauf weist auch das Stadtwappen hin, das mit seinen drei Schilden dem Wappen der Herzöge von Urslingen entspricht. Dass die Schilde auch volksetymologisch „redende" Symbole für den Ortsnamen (vom Fluss Schiltach) sind, mag ein willkommener Zufall gewesen sein. Die älteste Wappendarstellung findet sich im Stadtsiegel (Abdrucke ab 1497). Lediglich ein Stempel des 18. Jahrhunderts enthält über den Schilden eine liegende Hirschstange als Hinweis auf die württembergische Landeshoheit. Das Stadtwappen auf dem Marktbrunnen von 1751 zeigt nur die drei Schilde.