Horgen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1306

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf an einem Gleithang links der Eschach an der Einmündung eines Seitentales. Zwei Ortsteile am gegenüberliegenden Hang, mit dem Hauptort durch zwei Brücken verbunden. Neubauten im Nordwesten.
Historische Namensformen:
  • Horgen 1306
Geschichte: 1306 Horgen; abgeleitet von althochdeutsch hor: Sumpfboden, Sumpf. Unter den Grundbesitzern in Horgen befand sich 1306 das Kloster Rottenmünster und 1344 Graf Heinrich von Fürstenberg-Haslach. Nicht geklärt ist, ob eine im 13. Jahrhundert und 14. Jahrhundert auftretende, nach Weckenstein benannte Familie zum Ortsadel zählte oder ob sie auf der Burg Weckenstein nordwestlich von Sigmaringen saß. Die Burg bzw. das Schloß Horgen, Weckenstein genannt, gehörte am Ende des 15. Jahrhunderts als freies und lediges Eigen Lorenz Münzer von Sinkingen; bald aber wechselten durch Verkauf häufig die Eigentümer: 1500 erwarb das Schloß Bartholomäus Mayer von Hagnau, im gleichen Jahr dann Hans von Weitingen zu Wehrstein, 1507 Max Giser von Veringen im Mühlbach, der es 1523 an die Brüder Hans, Jakob, Georg und Hans Werner Münzer von Sinkingen veräußerte; 1531 kaufte es Hans Sebastian Ifflinger. Zwischen 1598 und 1603 kam Weckenstein an die Stadt Rottweil, die den Hof im 17. Jahrhundert als Erblehen vergab. Horgen selbst gehörte zu Beginn des 14. Jahrhundert den Bletz von Rotenstein, gelangte dann an die Familie Ifflinger von Graneck und kam von dieser 1531 durch Kauf an die Stadt Rottweil. Zu deren Pirschvogteiamt gehörig, ging Horgen 1803 an Württemberg über und wurde dem Landoberamt Rottweil eingegliedert.

Name: Burg bzw. Schloß Horgen, Weckenstein genannt
Datum der Ersterwähnung: 1450 [Ende des 15. Jahrhunderts]

Ersterwähnung: 1488
Kirchengeschichte: Kirchlich war Horgen 1488 vermutlich Filiale der Stadtpfarrei Rottweil. Kirche St. Martin 1869-1872 im neugotischen Stil erbaut. Heute katholische Pfarrei. Die Evangelischen von Horgau zur Pfarrei Flözlingen, der Ortst. Wildenstein zur Pfarrei Deißlingen.
Patrozinium: St. Martin
Ersterwähnung: 1869 [1869-1872]

GND-ID:
  • 7823266-1
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