Denkingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.denkingen.de
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Einwohner: 2546
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 169.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1002.19
Min. Höhe ü. NN (m): 602.59
PLZ: 78554, 78588

Die Gemeinde, nördlicher Nachbar der Stadt Spaichingen, gehört im Landkreis Tuttlingen naturräumlich zum Prim-Albvorland am südlichen Ende des ‚Südwestlichen Albvorlandes‘. Dort reicht sie von der hier bereits welligen Liasplatte über die eng aufeinanderfolgenden Schichtstufen und den steil aufsteigenden, bewaldeten Albtrauf bis auf dessen Malmdecke (Hummelberg) hinauf. Damit greift die Gemeinde auf die benachbarte naturräumliche Großeinheit, auf den Großen Heuberg der Hohen Schwabenalb aus. Am Hummelberg wird dicht an der Traufkante mit 1002 m über NN das Höhenmaximum erreicht, das am Wettbach, im westlichen Vorland, bis 612 m abfällt. Ebenfalls an der Traufkante steht auf waldfreiem Standort nacheiszeitliche Reliktflora unter Naturschutz (Naturschutzgebiet Klippeneck). Andererseits weist der Hangwald den größten natürlichen Eibenbestand in Württemberg auf. Das Dorf, das sich vor dem Albanstieg ausdehnt, hat sich verstärkt seit Ende der 1970er Jahre kräftig mit lockerer Wohnbebauung zum Trauf hin entwickelt. Der langgestreckte Ortskern hebt sich neben dem 1989 renovierten und zum Funktionsbau umgewandelten einstigen, Schul-Rathaus (erbaut 1838) und einem aus dem Jahr 1655 stammenden, 2000 zum Bürgerhaus ausgebauten großen Eindachhof insbesondere durch die 1933 an der Stelle eines Vorgängerbaus im damaligen Zeitstil errichtete katholische Kirche heraus. Bekannt ist der Ort auch durch sein altes, bereits 1928 angelegtes Segelfluggelände auf der Hochebene des Hummelbergs. In der vorrangigen Wohngemeinde mit hohem Auspendleranteil besteht am nördlichen Dorfrand ein kleines Gewerbegebiet. Verkehrsmäßig erschlossen wird das Dorf über die K 5907 und L 433, letztere mit Verbindung zur B 14 im Nachbarort Aldingen. 1805 kam die Gemeinde von Österreich an Württemberg und gehörte dort zum Oberamt Spaichingen, seit 1938 dann zum Landkreis Tuttlingen.

Im Westen dehnt sich die Gemarkung auf den stellenweise von Juraschutt bedeckten Schichten des oberen Lias aus. Diese als Wiesen- und Ackerland genutzte Fläche wird durch Nebenflüsse der Prim in einzelne Riedel zerlegt. Östlich Denkingen erhebt sich in einer im unteren Teil flach ansteigenden, später sich versteilenden Schichtstufe der Albkörper im Bereich des Großen Heubergs. Die Schichten des Braunjuras sind hier auf den Unterhang des Albtraufs beschränkt und bilden keine Vorberge. Die markant ausgebildete Stufenstirn besteht aus den widerständigen Kalken des unteren Weißjuras, die zugleich als ebene Schichtfläche die hier unzerschnittene Albhochfläche aufbauen. Langgestreckte Ortschaft am Fuß des Albtraufs mit unregelmäßig leiterförmigem Straßennetz. Neubauten im Osten.

Wappen von Denkingen

Von Schwarz, Gold (Gelb) und Rot zweimal schräglinks geteilt, in Gold (Gelb) ein schwarzes Tatzenkreuz.

Beschreibung Wappen

Um 1930 bemühte sich die Gemeinde Denkingen um ein Gemeindewappen. Der bis dahin geführte Amtsstempel zeigte ein Tatzenkreuz, bei dem es sich wohl um ein Fleckenzeichen handelt, umrahmt von einem Kranz. 1939 war ein Stempel mit dem schwarzen Tatzenkreuz im goldenen Wappenschild (Schraffuren!) in Gebrauch, obwohl 1930 mit der Archivdirektion Stuttgart ein Wappen vereinbart worden war, das dem heute geführten entspricht. Da die Gemeinden vom 1. Januar 1957 an in ihren Siegeln nur noch die ihnen verliehenen oder bereits vor 1935 bestehenden Wappen führen durften, fand nun das Wappen von 1930 allgemeine Anwendung in der Gemeinde. Das Recht zur Führung einer Flagge verlieh das Innenministerium am 27. Dezember 1967.

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