Bad Bellingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1005

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Kurort mit langgestrecktem Siedlungskern am Westrand des Markgräfler Hügellandes. Seine bauliche Entwicklung wurde von den feuchten Niederungen im Westen und dem Anstieg im Оsten eingeengt. Erst in neuerer Zeit finden sich Ausbaugebiete auch in der Ebene selbst im Anschluß an die Thermalbadanlagen und den Kurpark. Das Kurgebiet erstreckt sich in der Rheinaue, dem ehemaligen Überschwemmungsbereich des Rheins. Der alte Dorfkern liegt auf dem hochwassergeschützten Hochgestade. Ausgedehnte Neubausiedlung nach Norden, Süden und Osten.
Historische Namensformen:
  • Bellinkon 1005
  • Pallinchoven 1064 [1064 (Корialüberlieferung 17. Jahrhundert)]
Geschichte: 1005 Bellinkon, 1064 (Корialüberlieferung 17. Jahrhundert) Pallinchoven. Kam offenbar vom Reich in habsburgischer Hand, daher erklärt sich der Besitz der Klöster Ottmarsheim und Muri. Hof und Maieramt des Klosters Murbach in Вellingen, wohl schon seit dem 8. Jahrhundert, ist im 13. Jahrhundert bezeugt. Die Güter und Rechte desselben kaufte 1390 Herzog Leopold IV. von Österreich und verlieh sie den elsässischen Herren vom Haus, die schon seit 1337 im Lehensbesitz ortsherrlicher Rechte waren. 1365 Marktrecht, 1392 Recht zur Ummauerung. Seit 1418 waren die Herren von Andlau als Erben der Herren vom Haus mit Bellingen belehnt, seit 1527 war der Ort ein Sitz der Linie von Andlau-Homburg, die ein stattliches Herrenhaus baute. Güter der Herren von Klingenberg in Bellingen wurden 1567 an Kloster St. Blasien verkauft. In den Fehden des habsburgischen Adels mit der Stadt Basel wurde Bellingen 1409 und 1445 zerstört oder schwer beschädigt. Als Ortsherrschaft von Bellingen gehörten die Freiherren, seit 1817 Grafen von Andlau-Homburg bis zur Okkupation durch Baden 1806 dem breisgauischen Ritterstand an. Ihren Güterbesitz in Bellingen verkauften sie 1937 an die Gemeinde, die das Herrenhaus als Rathaus einrichtete. Der zuvor grundherrliche Ort des Oberamt Rötteln in Lörrach kam 1813 zum Amt Kandern, 1819 zum Amt/Landkreis Müllheim.

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: Ein Leutpriester erscheint 1275. Das Patrozinium St. Leodegar weist auf Gründung durch Kloster Murbach im 8. Jahrhundert hin. Den Pfarrsatz hatte das Stift St. Leodegar im Hof zu Luzern, bis es ihn samt dem zugehörigen Hof 1547 an einen Herrn von Rotberg verkaufte. Im 30jährigen Krieg wurde Bellingen Filialgemeinde von Bamlach. Neubau des Chors 1624, 1782/83 des Turms und des Langhauses; gute Ausstattung im Stil Louis XVI., Altarblätter von Simon Göser. 1796 Errichtung einer neuen Pfarrpfründe. Zur katholischen St.-Leodegar-Pfarrei gehört auch Hertingen; der evangelische Pfarrsprengel umfaßt seit 1975 (Errichtung) außer Bellingen auch Rheinweiler und Bamlach.
Patrozinium: St. Leodegar
Ersterwähnung: 1275

GND-ID:
  • 4005429-9
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