Kleinkems - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1086 [1086, 1094]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Langgstrecktes Dorf am Westfuß des Isteiner Klotzes auf einem durch einen kleinen Bach geschaffenen Schwemmfächer zwischen Eisenbahnlinie und Autobahn. Am südlichen Ortsausgang überragt ein Zementwerk die Siedlung.
Historische Namensformen:
  • Kambiz 1086 [1086; 1094]
  • Chemis 1259
  • hof ze dem kleinen Kemps 1350
Geschichte: 1086 und 1094 Kambiz, 1259 Chemis, 1350 hof ze dem kleinen Kemps, Ortsname vorgermanisch, Besitz des Klosters St. Georgen, 1139 unter päpstlichem Schutz. Der sanktblasianische Dinghof 1259 genannt. Der Ort gehörte im 14. Jahrhundert zur Herrschaft Rötteln der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, die hier die hohe und niedere Gerichtsbarkeit innehatten. Eine Fähre verband den Ort mit Großkems auf dem linken Rheinufer, wo sich bereits im römischer Zeit ein Übergang befand, später auch eine Zollstätte, die vom Reich vergeben wurde. 1421 erwarb die Stadt Basel die einträgliche Reichspfandschaft von den Herren von Staufen und blieb bis zur Französischen Revolution in deren Besitz. Die Markgrafen, die 1464 den Hof und die Rheinfähre des Klosters St. Georgen zugleich mit dessen Hof in Blansingen gekauft hatten, zogen später Kleinkems zu ihrer Landgrafschaft Sausenberg, 1805 kam es zum Amt Schliengen, 1809 zu Kandern, 1819 zum Bezirksamt/Landkreis Lörrach.

Ersterwähnung: 1086
Kirche und Schule: Die Kirche (1086 capella, 1179 ecclesia) war Besitz von St. Georgen. 1536 die Kollatur an St. Blasien im Tausch gegeben. Die heutige evangelische Kirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Mehrmals wiederhergestellt. Epitaphien des 16./17. Jahrhunderts der Familie von Rotberg. Patrozinium St. Georg. Die evangelische Pfarrei seit 1975 von Blansingen mitversehen. Katholiken zu Istein.
Patrozinium: St. Georg

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