Brombach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0786

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Im Kern dicht bebautes Haufendorf auf dem Schwemmfächer eines aus dem Dinkelberg ins Wiesental austretenden Bachlaufs. Ausgedehnte Siedlungserweiterungen im Talbereich führten zu einer baulichen Verschmelzung mit Lörrach und den n der Wiese gelegenen Dörfern Haagen und Hauingen. Bedeutende neue Wohnbebauung am Hang des Dinkelbergs und im Tal an der Wiese. Größere Fabrikationsbetriebe an der Bahnlinie und an der Bundesstraße sowie an einem von der Wiese abgeleiteten Industriekanal unmittelbar am Fluß.
Historische Namensformen:
  • Prampahch 0786
Geschichte: 786 Prampahch, von Bram = Gestrüpp. Als frühester Besitzer erscheint das Kloster St. Blasien, das 1113 Güter der Herren von Waldeck erhielt. Schutzvögte waren auch hier die Herren von Rötteln, dann die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, die Brombach zu den Stätten ihres Landgerichts zählten (1276 bis 14. Jahrhundert). Die Gotteshausleute auf den sanktblasianischen Gütern in Brombach gehörten in den Dinghof zu Steinen. Auch Kloster Weitenau hatte hier Besitz. Markgräflicher Grundbesitz stammt aus dem Erbe der Herren von Münchenstein (1333). Ortsherren waren seit 1294 die Reich von Reichenstein als Lehensinhaber von Burg, Dinghof und Dorf Вrombach, Oberlehensherren der Burg 1326 die Markgrafen, die 1341 auch den Anteil der Mitbesitzer, der Herren von Krenkingen, erwarben. 1356 wurde die Burg nach dem großen Erdbeben wieder aufgebaut, 1678 durch die Franzosen völlig zerstört. Neubauten in Anlehnung an starke Mauerreste, vornehmlich einen Turm. 1850 Verkauf der letzten reichensteinischen Besitzstücke, 1880 Erwerb des Schloßgutes durch einen Fabrikanten. Seit 1503 markgräflich badisch, gehörte Brombach zum Oberamt Rötteln, seit 1809 zum Bezirksamt, 1936/39 Landkreis Lörrach.

Ersterwähnung: 0786
Kirchengeschichte: Die Pfarrkirche kam 786 an St. Gallen, seit 1113 war sie im Besitz des Klosters St. Blasien, angeblich 1414 Inkorporation. Auch nach der Reformation 1556 blieb die Verleihung der Pfarrpfründe beim Kloster, während der Markgraf von Baden als Herr der Herrschaft Rötteln den Besitz der Kirche und die Vogtei über die Heiligengüter in Anspruch nahm. An der Pfarrkirche St. Germanus ist der Westturm des 13./14. Jahrhundert erhalten, der Chor mit schöner Gewölbearchitektur ist spätgotisch (1479), das Langhaus um 1900 neu erbaut. Im selben Jahr erhielten die vorher zur Kuratie Lörrach gehörigen Katholiken eine St.-Josephs-Kirche samt Pfarrkuratie, seit 1911 Pfarrei. Ihr Sprengel umfaßt Brombach, Hauingen und Haagen.
Patrozinium: St. Germanus

GND-ID:
  • 4090154-3
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