Zell im Wiesental 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.zell-im-wiesental.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Zell im Wiesental
Einwohner: 6059
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 168.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1227.64
Min. Höhe ü. NN (m): 410.37
PLZ: 79669

Das Stadtgebiet liegt im östlichen Landkreises Lörrach und umfasst dort mit sechs zur Kernstadt eingemeindeten Teilorten beiderseits der Großen Wiese im Hochschwarzwald Bereiche des südlichen kristallinen Grundgebirges. Am Zeller Blauen, im nördlichen Stadtgebiet, erreichen die Höhenwerte 1077 m über NN, werden aber vom Steinbühl (1148 m) in einer zur Stadt gehörenden, östlich an Häg-Ehrsberg grenzenden Exklave übertroffen. Das Höhenminimum liegt bei rd. 411 m im Tal der Großen Wiese an der südlichen Stadtgrenze. Zahlreiche Granit- und Porphyrgängen durchziehen das Zeller Bergland. Sie sind neben glazialer Überformung der Grund für die vielen Becken und Engstellen entlang der Großen Wiese. Den südlichsten Talkessel füllt die 1810 zur Stadt erhobene Kernstadt aus. Ihr langgestrecktes Siedlungsband ist von Gewerbegebieten durchsetzt, die überwiegend Areale der einst bedeutenden Textilindustrie einnehmen. Heute gehören ein Automobilzulieferer und ein Aerosolbetrieb zu den größeren Unternehmen; verschiedene Einkaufsmärkte sichern die Versorgung des Kleinzentrums. In den Ortsteilen versucht man besonders den Fremdenverkehr zu fördern. Insgesamt überwiegen aber seit dem Niedergang der Textilindustrie die Auspendler. Auch konnte die Kernstadt nur mäßig wachsen. Sie ist seit 1876 an die Wiesentalbahn (heute Regio S-Bahn Basel) angeschlossen und wird von der der Wiese folgenden B317 durchzogen. Nach Angliederung an Baden kam sie zu den Bezirksämter Schönau (1813) und Schopfheim (1924), schließlich 1936 zum Bezirksamt bzw. (1939) Landkreis Lörrach.

Das zu 60% von Wald bedeckte Gemeindegebiet erstreckt sich zu beiden Seiten der Großen Wiese auf kristallinem Untergrund verschiedener Ausbildung (Gneise, Porphyre, Granite). Die steilen und steinigen Hänge des mit breiten Verebnungen ausgestatteten Berglandes in ca. 600-1000 m Höhe nehmen meist Buchenwälder ein, während sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche, die zu mehr als 90% aus Dauerwiesen besteht, auf den flachgründigen, sonnenexppnierten und weniger steilen Winterhängen findet. Die Ackerfläche (6% der landwirtschaftlich genutzten Fläche) ist auf flachen Unterhängen in Ortsnähe beschränkt, die Talsohle nehmen Wiesen ein. Ausgedehnte Waldexklaven liegen im Gebiet der Gemeinde Häg-Ehrsberg.

Wappen von Zell im Wiesental

In Rot ein mit vier blauen Wellenfäden belegter silberner (weißer) Balken.

Beschreibung Wappen

Zell war der Hauptort einer Vogtei gleichen Namens. Die Grundherrschaft hatten bis 1847 die Freiherren von Schönau inne, bis 1806 unter österreichischer, danach unter badischer Landesherrschaft. 1810 wurde Zell zur Stadt erhoben. Schon das Siegel der Vogtei Zell aus dem 17. Jahrhundert enthält den österreichischen Bindenschild mit dem Oberwappen der Familie von Schönau (Spangenhelm, Helmdecken und zwei rechtsgewendete Schwanenhälse als Helmzier). Im ab 1811 belegten ältesten Stadtsiegel wird dieses Wappen weiterverwendet. Der Balken ist nun mit Wellenlinien versehen; die Schwanenköpfe halten zusätzlich die drei Ringe aus dem Schönauer Wappen im Schnabel. Seit 1975 wird das Stadtwappen in den Siegeln ohne Oberwappen geführt. Die die Lage der Gemeinde an der Großen Wiese symbolisierenden Wellenlinien im Balken sind heute, heraldisch besser, durch Wellenfäden ersetzt.