Bernloch - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1161

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf mit Ortsdurchfahrt Вundestraße 312. Seit 19. Jahrhundert Wachstums­spitze entlang der Straße nach Südosten. Neues Wohngebiet im Süden.
Geschichte: 1161 Bernloch (Name von Bär oder Personenname). Der Ort ist älter, gehörte vermutlich zum Burichingagau. Um 1145 erwarb Kloster Weißenau seinen ersten Besitz in Bernloch, der durch den Ankauf von Gütern aus markgräflichem (Ronsberg und Baden), gräflichem und freiherrlichem Besitz im 12. und 13. Jahrhundert rasch vermehrt wurde. Familien des niederen Adels, freie Bauern sowie die Kirche veräußerten ebenfalls ihre Güter an das Kloster. Dieses fasste den Besitz zu einer Großgrangie zusammen, die von einem Laienbruder als Hofmeister verwal­tet wurde. Über die Rechtmäßigkeit der Erwerbungen kam es schon früh zu Streitig­keiten und Prozessen mit dem Adel der Umgebung. Das Kloster behauptete seinen Großgutsbetrieb bis 1335, dann wurde der Hof zur Nutzung vergeben. Aus den zunächst als Fall-, dann als Erblehen vergebenen Gütern entstand schließlich im 15. Jahrhundert die Dorfgemeinde (1460 »Schultheiß und ganze Gemeinde Bernloch«). Dem Kloster Weißenau war nur noch eine festgesetzte Rente verblieben, die 1803 an die Grafen von Sternberg-Manderscheid ging und später abgelöst wurde. Seit 15. Jahrhunder württembergisch, bei der Bildung der Unterämter gehörte Bernloch zum Unteramt Gächingen, das 1808 in das Oberamt (1938 Landkreis) Münsingen überführt wurde.

Ersterwähnung: 1150 [Ende des 12. Jahrhunderts]
Kirche und Schule: Eine Ende 12. Jahrhunderts von Kloster Weißenau erbaute Kapelle (zu Ehren Jesu, Maria, St. Georgs und aller Heiligen) wurde 1460 zur Pfarrkir­che erhoben. Das Patronat übte Weißenau aus. 1537 führte Württemberg die Refor­mation ein. 1774 Neubau der Georgskirche im ummauerten Friedhof, 1929 nach Blitzschlag abgebrannt und wieder aufgebaut (nur Chor vom Altbau erhalten). Katholiken nach Oberstetten.
Patrozinium: Jesu, Maria, St. Georgs und aller Heiligen
Ersterwähnung: 1150 [Ende des 12. Jahrhunderts]

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