Dotternhausen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1000 [11. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Siedlungskern ist ein Haufendorf in der Talmulde des Katzenbachs, der Nordostteil des heutigen Ortes. Dort am Dorfrand auch das Schloss und Hofgut. Wachstumsspitze im 18./19. Jahrhundert nach Südwesten, entlang der »Schweizer Straße« (Ortsumgehung Вundesstraße 27 seit 1935). An der Вundesstraße 27 Portlandzementwerk (seit 1939) und Industriegebiet. In dieser Richtung ebenso wie gegen den Plettenberg und in Richtung Roßwangen auch starke Wohnbautätig­keit der Gegenwart.
Historische Namensformen:
  • Totirnhusin
  • Doderenhusen
Geschichte: 11. Jahrhundert Totirnhusin, 1064 (Корie 17. Jahrhundert) Doderenhusen (Personenname?). Sied­lung der älteren Ausbauzeit, alemannische Grabfunde des 7. Jahrhunderts in Ortsnähe. Herren von Dotternhausen erscheinen zwischen 1228 und 1314 im Gefolge verschiedener Grafen. Im 13. Jahrhundert daneben Maier von Dotternhausen, die wohl dem niederen Adel angehörten. Burg im Nordosten, später Schloss. Heutiger Bau aus dem 19. Jahrhundert im neugotischen Stil. Weitere abgegangene Burg im Südosten. Früh bildete sich ein Rittergut, zu dem später auch Roßwangen gehörte. Vor 1388 in den Besitz der Herren von Bubenhofen. Blutbann stets bei der Grafschaft Hohenberg beziehungsweise Österreich. Im 16. Jahrhundert dem Ritterkanton Neckar und Schwarzwald einverleibt und mit dem Rittergut Geislingen verbunden. 1516 von den Bubenhofen veräußert und schließlich 1666/67 über Österreich an das Rottenburger Jesuitenkolleg. Nach der Aufhebung des Ordens von Österreich 1789 an die Reichsgrafen von Bissingen-Nippenburg verkauft. 1805 unter württembergische Staatshoheit, Patrimonial-Obervogteiamt Dotternhausen-Roßwangen. Oberamt Balingen, 1810 Oberamt Spaichingen, 1842 Oberamt Rott­weil, 1938 Landkreis Balingen.

Name: Burgen; Schloss

Ersterwähnung: 1263
Kirchengeschichte: Kirche und Pfarrei 1263, Sankt Martin 15. Jahrhundert. Der Kir­chensatz gehörte stets zum Rittergut. Eine kleine Frauenklause ist um 1480 und 1508 erwähnt. Die katholische Pfarrkirche wurde 1885/86 neu erbaut (J. Cades), renoviert 1947. Friedhofskapelle Sankt Anna von 1933. Evangelische nach Balingen-Erzingen.
Patrozinium: Sankt Martin
Ersterwähnung: 1400 [15. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4402049-1
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