Dietenheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1240

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der mittelalterliche Stadtgrundriss hat die Form eines Rechtecks, in Nord/Süd-Richtung von der Landstraße linear durchschnitten (ehemals 2 Tore). Bis Mitte 19. Jahrhunderts erfolgte nur eine kleine bauliche Erweiterung entlang der Ausfallstraße nach Süden. Um 1900 erste Industriebetriebe. Nach 1948 Auwaldsiedlung für Heimatvertriebene un­mittelbar vor dem Illergrieß. Seit 1960 weiteres großes Wohngebiet am westlichen Stadtrand. Industrieansiedlung im Südosten.
Historische Namensformen:
  • Tuetenhein
  • Tutenhain
  • Tutinheim
  • Tütenhain
Geschichte: 1240 Tûetenhein, 1275 Tûtenhain, 1280 Tutinheim, 1353 Tütenhain (Personenname), älteste Siedlungsschicht. Das oppidum Tutenheim gehörte zur Grafschaft Kirchberg und wurde 1280 durch die Grafen Hartmann und Otto von der Nebenlinie Brandenburg dem Reich zu Lehen aufgetragen. Als österreichisches Lehen kam das forum Dietenheim 1313 an die von Ellerbach, 1446 an die Kraft aus Ulm und zur Hälfte 1477 an die Ehinger, 1481 an die von Rechberg und nach deren Aussterben 1539 an Anton Fugger. Von den Grafen Fugger, die zeitweise in Dietenheim residierten und vor allem das Textilgewerbe des Marktes förderten, erhielt der Ort um 1588 städtisches Recht und eine Mauerbefestigung. Im 30jährigen Krieg geschleift. Das 1748 erbaute Schloss wurde 1808 teilweise abgebrochen; im erhaltenen Flügel jetzt ein Gasthaus. 1805 an Bayern, 1810 an Württemberg. Oberamt Wiblingen/Laupheim, seit 1938 Landkreis Ulm. Nach dem Übergang an Württemberg galt Dietenheim bis zur Wiederverleihung des Stadtrechts 1953 nur noch als Marktflecken. Abgegangen zwei mittelalterliche Burganlagen 2 Kilometer nordnordwestlich, noch Wälle und Gräben erhalten.
Ersterwähnung als Stadt: 1588 [um]

Name: Schloss; Burgen
Datum der Ersterwähnung: 1748

Ersterwähnung: 1275
Kirche und Schule: Pfarrei und Kirche Sankt Martin 1275. Das Patronat war österreichisches Lehen der Ortsherrschaft. Katholische Pfarrkirche von 1589/90, 1722 verlängert. Neubau von Schiff und Chor 1925. Hoch­baroke Kanzel (1682). Gotische Friedhofskapelle zum Heiligen Veit, im 18. Jahrhundert umgestaltet. Evangelische Kirche 1952, Vikariat der Pfarrei Unterbalzheim.
Patrozinium: Sankt Martin
Ersterwähnung: 1275

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