Ennabeuren - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1092

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf mit schon älteren Wachstumsspitzen im Norden und Süden.
Historische Namensformen:
  • Oninburrin
Geschichte: 1092 Oninburrin (Personenname Onno, bur = Bau), wohl Siedlung der älteren Ausbauzeit. An der Straße nach Sontheim Reihengräberfunde. Kloster Zwiefalten erwarb um 1100 Besitz von den hier und in der Umgebung begüterten Edelfreien von Steußlingen. 1129 wurde das Dorf von Herzog Friedrich von Schwaben auf einem Zug gegen das welfische Ravensburg niedergebrannt, Racheakt wegen eines Überfalls der Bauern. Adel ist im 11. bis 13. Jahrhundert erwähnt; auf die Steußlingen folgten die ihnen verwandten Gun­delfingen. Im 15. Jahrhundert zerfiel das Dorf in drei Ortsherrschaften, und um 1600 gab es einen helfensteinischen, einen grafeneckischen und einen württembergischen Schult­heiß. Der helfensteinische Teil, 1413 von Truchseß Hans von Bichishausen erworben, dann in Händen der Treisch von Buttlar, kam an Fürstenberg und erst 1806 an Württemberg. Der grafeneckische Teil wurde von Württemberg bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts Stück um Stück aufgekauft. 1610 Alleingültigkeit des württembergischen Rechts. Der württembergische Dorfteil gehörte zu dem 1654 gebildeten Amt Münsingen. Das ganze Dorf kam 1808 zum Oberamt (1938 Landkreis) Münsingen.

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: 1275 Pfarrkirche Sankt Kosmas und Damian. Der Ritter Hans Harscher verkaufte die Kirche mit allen Rechten an das Kloster Urspring, 1419 inkorporiert. Württemberg führte für seinen Ortsteil die Refor­mation ein und setzte die Errichtung einer eigenen Pfarrei durch, seitdem katholische und evangelische Pfarrei im Ort. 1603 wurde von den Ortsherrschaften die Parität beschlossen. 1754 Neubau der Kirche durch die Äbtissin von Urspring, vom älteren Bau nur ein gotischer Eckstrebepfeiler erhalten. Bis 1936 simultan, seitdem evangelische Pfarrkirche. Katholische Pfarrkirche Sankt Maria 1935/36.
Patrozinium: Sankt Kosmas und Damian
Ersterwähnung: 1275

GND-ID:
  • 4509814-1
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