Schwendi 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.schwendi.de
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Einwohner: 6230
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 127.0
Max. Höhe ü. NN (m): 586.07
Min. Höhe ü. NN (m): 506.6
PLZ: 88477

Die Gemeinde Schwendi liegt im Nordosten des Landkreises Biberach an der Grenze zum benachbarten Alb-Donau-Kreis. Das Gemeindegebiet erstreckt sich als unregelmäßiges breites Band aus dem Rottumtal über das Rottal bis zum Weihungtal und gehört damit zur Schotterterrassenlandschaft der größeren naturräumlichen Einheit der Holzstöcke. Die Geländeformen sind das Ergebnis eiszeitlicher Überformung mit mehrfachen Wechseln von Akuumulation durch Schmelzwässer. Das Gelände hat ein leichtes Gefälle von Süd nach Nord. Der höchste Punkt liegt mit 585 m in der Südostecke des Gemeindegebietes auf Gemarkung Sießen, der niedrigste Punkt mit 507 m im Tal der Rot. 1806 nahm das nahe Bayern nach dem Preßburger Frieden die Herrschaft Schwendi in Besitz, doch kam sie schon 1810 durch Grenzvertrag an Württemberg. Der Ort wurde dem neugebildeten Oberamt Wiblingen-Laupheim zugewiesen und gelangte 1938 von diesem zum neuen Landkreis Biberach. Die Teilorte der Gemeinde verteilen sich auf die parallel liegenden Täler von Rottum, Rot und Weihung. Der Hauptort Schwendi liegt in zentraler Lage im Rottal. Nach 1945 hat er sich zu einer blühenden Industriegemeinde mit kleinstädtischem Akzent entwickelt. Dies ist vor allem der Ansiedlung der im Heizungsanlagenbau tätigen Fa. Weishaupt zu verdanken, die ab 1957 auf den Wiesen links der Rot gegenüber dem Dorf ein großes Werk erstellte. Damit einher ging der Wohnungsbau, der sich zunächst nach Südosten ausdehnte, dann aber auch auf Flächen im Norden, Süden und Westen ausgriff. In den 1960er und 1970er Jahren wurden weitere Flächen die Tallehne hinab bis zur Gutenzeller Straße erschlossen, die seit 1981 auch eine Erweiterung am Hang des Kräuterbronnenbergs erfuhren. Auch nach Westen zur Weishaupt-Fabrik hin entstanden weitere Wohngebäude.

Gemeindegebiet beiderseits der mittleren Rot mit je einer Ausbuchtung nach Südwesten bis über das Rottumtal (Gemarkung Schönebürg) und nach Nordosten bis über das Weihungtal (Gemarkung Sießen), gehört zum Bereich der »Holzstöcke«. Über den zum Teil scharfrandig eingeschnittenen Sohlentälern breite Schotterplatten, im Ostteil alteiszeitliche, weit­hin bewaldete Deckenschotter, im Westteil und mehr in Talnähe rißeiszeitliche, weithin von Lößlehm verhüllte Hochterrassenschotter. Beide sind der Oberen Süß­wassermolasse auf- beziehungsweise angelagert, die offenbar im ganzen Gebiet den Untergrund bildet und besonders an den Talrändern zutage tritt.

Wappen von Schwendi

In einem von Blau und Silber (Weiß) gevierten Schild eine schräglinke silberne (weiße) Raute.

Beschreibung Wappen

Freiherr Franz von und zu Schwendi verlieh dem Gericht Schwendi am 24. Oktober 1659 das obige Wappen, dessen Farben samt der Raute von seinem Stammwappen abgeleitet sind. Dieses Wappen war noch 1925 im Schultheißenamtssiegel zu sehen, wurde aber hernach durch das vollständige Schildbild der Herren von Schwendi ersetzt, das in Blau einen oben und unten von silbernen Rauten begleiteten goldenen Balken zeigt. Erst im Jahre 1965 griff die Gemeinde wieder auf ihr ursprüngliches Wappen zurück, das ihr vom Innenministerium am 12. Juli 1965 zusammen mit der Flagge verliehen wurde.