Beilstein - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1150 [um 1150]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Ob die Erwähnung eines »Diethericus de Bilstein«, der um 1150 zusammen mit seiner Frau Irmingard dem Kloster Hirsau seine Besitzungen in Riet bei Vaihingen schenkte, sich auf dieses Beilstein bezieht, bleibt fraglich. Ansonsten wäre es die Erwähnung des Grafen Berthold »de Bilistein« 1231 zugleich die erste von Beilstein. Der Ort ist eine typische Burgsiedlung und durch Schenkelmauern mit der Burg verbunden. Die Siedlung wird 1245 in einer Aufzählung der Besitzungen des Stifts Backnang erstmals genannt. Ob die Stadtgründung mit einer Siedlungsverlegung einhergegangen ist, lässt sich nur vermuten, aber nicht belegen. 1304 ist die Rede von der Stadt Beilstein, die Stadtwerdung fällt also in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Stadtgrundriss ist recht einfach, aber unregelmäßig; er wird bestimmt durch die Durchgangsstraße mit mehreren Quer- und Seitengässchen. Der Durchlass der Straße durch die Stadtmauer war mit Tortürmen gesichert, im Süden dem Krepptor, im Norden dem Klaustor. Die Straße weitet sich in der Mitte der Stadt zu einem Marktplatz mit dreieckigem Grundriss. Im Orléans’schen Krieg, nachdem 1693 zwei französische Armeen den Neckar bei Pleidelsheim überschritten hatten, wurde die Stadt geplündert und verbrannt. 105 Häuser und dreißig Scheunen, insgesamt fünf Sechstel des Baubestands, fielen der Zerstörung zum Opfer. Zeugnisse vom Wiederaufbau sind die 1698 errichtete Kelter, das 1699 entstandene Amtshaus an der Hauptstraße und das 1706/12 auf seinem erhalten gebliebenen Untergeschoss wiedererrichtete Rathaus. Auf der Gemarkung von Beilstein liegt auch Söhlbach. Die von alters her zu Beilstein gehörigen Weiler Etzlenswenden, Farnersberg und Stocksberg haben eigene Gemarkungen. Etzlenswenden erscheint erstmals urkundlich 1245 als »Ezelinswiler«. Der Ortsname geht zweifellos auf einen Personennamen zurück, möglicherweise auf den 1054 verstorbenen Grafen »Hezil« von Oberstenfeld aus der Familie der Gründer des dortigen Stifts. Etzlenswenden kam 1456 von den Heinriet und 1771 von den Weiler an Württemberg. 1524 hatte die Herrschaft dort zwei Lehen zu vergeben. 1598 zählte der Weiler fünf Bürger. Farnersberg wird erst 1576 als »Farmarsberg« genannt; 1598 wurden dort vier Bürger gezählt. Söhlbach begegnet erstmals 1432 als badisches Lehen für Heinrich von Heinriet. 1486 war der Hof württembergisches Lehen im Besitz des Werner Nothaft und erscheint im Lagerbuch von 1524 als »Selbach«. 1598 zählte der aus zwei Höfen bestehende Weiler zwei Bürger. Stocksberg erscheint urkundlich 1279, wird 1357 als Bestandteil der an Württemberg übergegangenen Herrschaft Lichtenberg genannt, und kam 1444/46 von den Liebenstein und 1456 von den Heinriet zum Teil, später ganz an Württemberg. Der Weiler zählte 1598 insgesamt elf Bürger. Die Stadt wird überragt vom Schlossberg (326 m) mit der in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbauten und um 1500 erweiterten Burg Beilstein. Sie geriet im 16. Jahrhundert in Zerfall und wurde nach 1900 und 1962 teilweise wieder aufgebaut. Es steht noch der mächtige, 28 m hohe, fünfeckige Bergfried, der »Langhans«, und ein Teil der inneren Ringmauer. Von den Burg und Stadt verbindenden Schenkelmauern sind Teile erhalten. Bemerkenswert das Rathaus, ein prächtiger Fachwerkbau mit steinernem Unterbau (1598), nach Zerstörung 1693 im Jahre 1708 wieder aufgebaut. Die neuen Wohngebiete der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg umgeben ringsum den ovalen Stadtkern. Hierzu zählen im Westen die Neubaugebiete »Kreuzäcker« (1965), »Neugärten«, »Kleinfeldle« (1969), »Alte Bahn«, »Schafäcker«, »Beilstein-West« I/II (1974 beziehungsweise 1975/77), im Оsten »St. Annagärten« (1956), »Obere Au« (1962), Schlossgartensiedlung (1970), im Süden und Südosten »Brücherweg« (1958), »Kirschenrain«, »Au« (1967), sowie im Norden »Spitzäcker«, »Schmidberg« (1973).
Historische Namensformen:
  • Bilstein 1147
  • Bilistein 1231
Geschichte: Die Herrschaftsverhältnisse in Beilstein werden erst deutlich mit der Erwähnung des Grafen »Bertold de Bilstein«, der 1230 dem Stift Backnang eine Schenkung machte. Bertold kommt wohl aus der Grafenfamilie der Hessonen, zumal er 1231 bei einer weiteren Schenkung an das Backnanger Stift als Zeuge erscheint. Die Markgrafen von Baden waren Besitznachfolger dieses Grafen Bertold, für den allein die Zubenennung Beilstein bezeugt ist. Die Ruine der Burg Beilstein, bestehend aus Bergfried und Ringmauer, verweist in die Stauferzeit; ihr auf den Turm bezogener Name Langhans datiert aus dem 19. Jahrhundert. Es kann angenommen werden, dass Graf Bertold ihr Erbauer war. Im Zusammenhang mit der Burg werden in der Folgezeit verschiedene Niederadlige genannt, die offenbar Dienstleute der Markgrafen von Baden waren; 1284 erscheint ein Dietrich von »Bilstein«, 1285 ein Harmann genannt Kriech von Beilstein. Als Lehnsherr der Burg tritt 1290 Markgraf Hermann IV. von Baden auf, der seinem Diener Friedrich von Gomaringen ein Burglehen verlieh, das diesen zu Diensten in Backnang oder Beilstein verpflichtete. 1294 war Dietrich Kime badischer Diener in Beilstein; seine Familienangehörigen begegnen noch 1305 und 1318 im Zusammenhang mit Beilstein. Schon 1304 erscheint Beilstein, zusammen mit Backnang und Burg Reichenberg, im Besitz des Grafen Eberhard des Erlauchten von Württemberg, vermutlich als Erbe seiner Gemahlin Irmgard von Baden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Beilstein in die Reihe der von Markgraf Rudolf I. von Baden gegründeten Städte gehört. Danach erscheinen Burg und Stadt Beilstein im Besitz der Grafen von Asperg. Von ihnen gelangten sie an die gemeinschaftlich regierenden Grafen Ulrich IV. und Eberhard den Greiner von Württemberg, die 1361 ihre Burgen und Städte Neuenbürg, Beilstein und Großbottwar samt Lichtenberg Kaiser Karl IV. zu Lehen auftrugen. Diese Lehnsbindung blieb bis zum Ende des Alten Reiches erhalten. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde Beilstein von den Grafen von Württemberg mehrfach verpfändet, dann aber blieben Burg und Stadt im unmittelbaren Besitz der Grafen beziehungsweise Herzöge von Württemberg. Die Obrigkeit auf der gesamten Beilsteiner Gemarkung stand nach dem Lagerbuch von 1524 der Herrschaft Württemberg zu. Diese hatte auch den großen Zehnt zu beziehen. Der kleine Zehnt außerhalb der Stadtmauer gehörte ebenfalls der Herrschaft, innerhalb der Mauern hingegen der St. Nikolaus-Pfründe. Seit den Anfängen einer Ämterorganisation in der Grafschaft Württemberg war Beilstein Amtsstadt und entsandte auch ihre, 1498 erstmals namentlich genannten Vertreter in den württembergischen Landtag. Zu dem nicht sehr großen Amt gehörten im 16. Jahrhundert die Amtsstadt mit den Weilern Etzlenswenden, Farnersberg, Söhlbach und Stocksberg, ferner die Dörfer Oberstenfeld, Gronau mit Kurzach, Nassach und Prevorst, Auenstein mit Helfenberg sowie Unterheinriet mit Oberheinriet und dem Vorhof. 1747 kam noch die von den Fugger erworbene Herrschaft Stettenfels mit Untergruppenbach als eigenes Stabsamt hinzu. Der Sitz des Vogts oder Amtmanns wurde wohl schon im 15. Jahrhundert von der Burg auf den Absatz des Burgbergs, auf dem auch die Magdalenen-Kirche steht, verlegt. Seit 1518 gab es einen sechzig Jahre dauernden Streit zwischen der Herrschaft, der Stadt und dem Amt um die Beholzung der Amtsgebäude. Dieser endete mit der Entscheidung, dass die Inhaber der Höfe in Prevorst, Nassach und Kurzach jährlich vier Fuhren Brennholz zum Amtshaus bringen und die Beilsteiner Bürger zu den herrschaftlichen Bauten auf dem Schloss fronen sollten. Das Amtshaus auf halber Höhe des Burgbergs war 1572 baufällig und wurde in der Folgezeit neu errichtet. Der Amthof, bestehend aus Amtshaus und Kasten, wurde 1693 ein Opfer des Orléans’schen Kriegs. Ein neues Amtshaus, das bis zur Aufhebung des Beilsteiner Amts 1810 diesem Zweck diente, wurde 1699 unten in der Stadt in der Nähe des Rathauses errichtet. Der Magistrat der Stadt bestand aus Gericht und Rat; dies entsprach der in den württembergischen Städten und den meisten Dörfern bestehenden Verfassung. Das Gericht unter Vorsitz von Schultheiß oder Vogt war zugleich Appellationsinstanz für die Gerichte der Dörfer des Amts. Ein Stadtschreiber, der zugleich das Mesneramt versah, wird in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erwähnt. Beilstein war auch am Bauernkrieg von 1525 beteiligt. Die Mannschaft schloss sich nach anfänglichem Zögern dem Haufen an, der sich am Ostersonntag auf dem Wunnenstein versammelt hatte. Der Haufen, der unter dem Oberbefehl des Großbottwarer Wirts Matern Feuerbacher stand, wurde – mit 270 Mann aus dem Amt Beilstein – am 12. Mai 1525 bei Böblingen vom Heer des Schwäbischen Bundes vernichtend geschlagen. Der danach einberufene Landtag durfte von Beilstein nicht beschickt werden; es wurde zu den ungehorsamen Ämtern gezählt, die die daraufhin ausgeschriebene Herdstättensteuer doppelt bezahlen mussten. Bereits im ältesten Lehnbuch des Grafen Eberhard III. von Württemberg (nach 1344) erscheint ein herrschaftlicher Hof in Beilstein, der wohl in Verbindung mit der Burg stand. Dieser trug ursprünglich den Namen Kriechenhof nach den badischen Dienstmannen Kriech. Der Hof, dessen Güter im Lagerbuch von 1524 mit 39 Morgen Äckern und 8 Morgen Wiesen angegeben werden, ging durch verschiedene Hände; 1369 erwarb ihn der gräfliche Schreiber Konrad Glahemer, und fortan hieß er Schreibershof. Glahemer verkaufte ihn 1382 je zur Hälfte, wobei die eine Hälfte an einen Beilsteiner Bürger ging und vermutlich in ein Erblehen umgewandelt wurde. Daher ist in der Folgezeit nur noch vom halben Schreibershof die Rede; dieser wurde 1457 ebenfalls in ein Erblehen verwandelt. In herrschaftlichem Besitz waren auch die Brühlwiesen am Söhlbach unmittelbar vor der Stadt. In Beilstein ansässig erscheinen verschiedene Adlige, wie Friedrich von Heinriet (1351), Kunz von Talheim (1357) und Albrecht von Liebenstein (1394), wobei unklar bleibt, ob diese auf der Burg saßen oder in der Stadt. Beilstein war seit dem frühen 15. Jahrhundert württembergisch. Amts- beziehungsweise Oberamtsstadt; das Oberamt Beilstein, seit dem 25.4.1807 um das Oberamt Bottwar vergrößert, wurde zum 27.10.1810 aufgelöst. Beilstein gehörte danach zum Oberamt Marbach bis zu dessen Aufhebung zum 1.10.1938 und seither zum Landkreis Heilbronn. — 1693 wurden durch die Franzosen 150 Gebäude eingeäschert. Bei Kämpfen vom 15. bis 18. April 1945 wurde die Stadt zu etwa 40% zerstört; 16 Soldaten fielen, 10 Zivilisten kamen um.
Ersterwähnung als Stadt: 1304
Wirtschaft: Bei der Musterung 1524 wurden in Beilstein 101 waffenfähige Männer zwischen siebzehn und sechzig Jahren gezählt; die Herdstättenliste von 1525 nennt in der Stadt 105 Haushaltungen. Daraus ist auf knapp fünfhundert Einwohner zu schließen. Die Türkenschatzung von 1544/45 ermittelte in der Stadt 148 Schatzungspflichtige, dazu zwölf Kopfsteuerzahler. 1598 werden 128 Bürger in Beilstein genannt (knapp 600 Einwohner). Durch die Stadtzerstörung 1693 nahm die Bevölkerungszahl von 592 im Jahr 1692 auf 461 im Jahr 1702 ab. 1796 wurden in Beilstein 937 Seelen gezählt, in Etzlenswenden 76, in Farnersberg 36, in der Oberen Ölmühle fünfzehn, in Söhlbach 31, in der Unteren Ölmühle zehn. Neben den gewöhnlichen Feldfrüchten von dem nicht sehr großen ackerbaulich genutzten Teil der Gemarkung wurde schon früh, namentlich an den dafür geeigneten Hängen des Burgbergs und des Fohlenbergs, Wein angebaut; einzelne Lagen nennt eine Urkunde von 1382. Im Lagerbuch von 1524 wird die herrschaftliche Kelter mit drei Bäumen erwähnt; die Einrichtung einer vierten Presse war geplant. Die Bedeutung des Weinbaus in Beilstein wird dadurch unterstrichen, dass seit 1694 eine lückenlose »Weinrechnung« vorliegt, in der die Qualität der Jahrgänge und die erzielten Preise festgehalten sind. Neben dem Weinbau als wichtigstem Wirtschaftsfaktor ist der verhältnismäßig große Stadtwald zu nennen, aus dem bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts jeder Bürger so viel Holz beziehen konnte, wie er benötigte; erst 1769 wurde diese Bürgergabe begrenzt. Rinder- und Pferdezucht waren nie von Bedeutung. Erst mit der Einführung des Kleeanbaus und der Stallfütterung am Ende des 18. Jahrhunderts nahm die Viehhaltung zu. Außer dem samstäglichen Wochenmarkt gab es nach dem Dreißigjährigen Krieg einen Jahrmarkt am Afratag (7. August); ein zweiter Jahrmarkt als Krämermarkt am Andreastag (30. November) wurde 1685 genehmigt. Ein dritter Vieh- und Krämermarkt acht Tage nach Medardi (8. Juni) wurde 1803 gestattet.

Name: Burg Beilstein
Datum der Ersterwähnung: 1150 [1. Hälfte des 12. Jahrhunderts]

Ersterwähnung: 1300
Kirchengeschichte: Beilstein gehörte ursprünglich zum großen Sprengel der alten Kirche auf dem Michaelsberg, der später Wunnenstein genannt wurde. Die Beilsteiner Pfarrei unterstand daher dem Patronat des Johanniterordens. Wann die Pfarrei errichtet wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls geschah dies vor 1348, denn in diesem Jahr wurde dem Heiligen und dem Gotteshaus zu Beilstein eine Stiftung gemacht. Bei der Pfarrkirche handelte es sich um die heute so genannte Magdalenen-Kirche auf halber Höhe des Burgbergs. 1362 wird aus Anlass einer Stiftung die Nikolaus-Kapelle vor der Stadt genannt, aus der später die heutige St. Anna-Kirche entstand. In die Nikolaus-Kapelle stifteten Schultheiß, Richter und Gemeinde zu Beilstein 1382 eine eigene Messe. Reiche Stiftungen wandte der Gleißende Wolf von Wunnenstein (circa 1340–1413) dieser Kirche zu, die seiner Familie als Grablege diente. Es gab mithin neben der Pfarrpfründe noch vier weitere Pfründen, die auch in der Würzburger Diözesanmatrikel von 1464/65 erscheinen und bis zur Reformation bestanden. Die Reformation wurde durch den aus dem Ort stammenden Valentin Wannenmacher oder Vannius (1495–1567) eingeführt, der sich schon 1525 als Mönch in Maulbronn der evangelischen Bewegung zugewandt hatte und seit 1532 in der Markgrafschaft Brandenburg als Geistlicher wirkte. Vannius war aber nur eineinhalb Jahre hier, weil er als qualifizierter Theologe rasch in wichtigere Ämter gelangte. Er starb als Prälat des reformierten Klosters Maulbronn. Die geistlichen Stellen in Beilstein wurden, wie bei württembergischen Amtsstädten üblich, durch die Reformation auf die Stellen eines Pfarrers und eines Diakonus oder Helfers (zweiter Pfarrer) beschränkt. Die Rechte der Johanniter an der Beilsteiner Kirche wurden wohl 1560 abgelöst, diejenigen der Erben des Gleißenden Wolfs 1572. Um 1600 wurde die alte Nikolaus-Kapelle vor der Stadt, die spätere St. Anna-Kirche, als Pfarrkirche eingerichtet. Da sie keinen Glockenturm besitzt, verblieb das Geläut bis zur Gegenwart auf dem Turm der Magdalenen-Kirche, die ansonsten nur noch für Nebengottesdienste genutzt wurde. Nach Beilstein eingepfarrt waren wohl stets die zur Stadt gehörigen Weiler, mit Ausnahme von Farnersberg, das Filial von Unterheinriet war. Zur Pfarrei Beilstein gehörten auch die zum löwensteinischen Stabsamt Schmidhausen zählenden Weiler Billensbach, Gagernberg, Jettenbach, Kaisersbach, Klingen, Maad und Neumühle. Der Beilsteiner Diakonus wird 1574 zugleich als Schulmeister bezeichnet, das heißt, er versah im Nebenamt die Lateinschule. Die deutsche Schule wird 1559 erstmals erwähnt. In sie gingen auch die Kinder der zu Beilstein gehörigen Weiler (mit Ausnahme von Farnersberg) und die der zu Schmidhausen gehörigen sieben Weiler, für die aber Ende des 17. Jahrhunderts in Etzlenswenden und Billensbach eigene Schulen eingerichtet wurden. Die Magdalenen-Kirche wurde 1742 erneuert, 1803 profaniert und dient heute als Pfadfinderheim. Aus der Nikolauskapelle vor der Stadt (1362 — 1534 genannt) ging die spätgotische Kirche St. Anna hervor, die nach 1600 Pfarrkirche wurde; ihr Patronat war landesherrlich. Katholiken zu Großbottwar (Landkreis Ludwigsburg).
Patrozinium: St. Magdalena
Ersterwähnung: 1362

GND-ID:
  • 4087099-6
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