Wilhelmsdorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1823 [1823/24]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Ort liegt am Südende des Pfrunger Rieds auf der Wasserscheide zwischen Ostrach (Donau) und Rotach (Rhein). Die planmäßige Anlage hat die Form eines Straßenkreuzes mit einem zentralen quadratischen Platz, in des­sen Mitte der Betsaal steht. Neuere bauliche Entwicklung hauptsächlich nach Süden beiderseits der Zußdorfer Straße.
Geschichte: 1823/24 von der pietistischen Brüdergemeine Korntal aus gegründet. Den unmittelbar an der damaligen Landesgrenze gelegenen Baugrund, das der Königlichen Hofkammer (Altshausen) gehörende Lengenweiler Moosried, Gemarkung Esenhausen, stellte König Wilhelm I. zur Verfügung, nach dem die Kolonie be­nannt wurde. Wie Korntal in religiöser und politischer Hinsicht privilegiert. Versu­che mit dem »Wilhelmsdorfer Kommunismus«, später Agrarsozialismus nach Korn­taler Vorbild. 1850 selbständige politische Gemeinde. Stets Oberamt (1938 Landkreis) Ravens­burg. 1830 Kinderrettungsanstalt; 1835 Rettungshaus für Mädchen; 1837 Taubstum­menanstalt, Besserungsanstalt für entlassene weibliche Strafgefangene auf dem »Lin­denhof« (bis 1864); Töchterinstitut 1856; Knabenpensionat 1857 (anstatt der Taub­stummenanstalt). 1906 Trinkerheilstätte in der Haslachmühle bei Hasenweiler.

Ersterwähnung: 1828
Kirche und Schule: Pfarrei wohl kurz nach Gründung errichtet. Kirche (Betsaal) von 1828. Katholiken nach Zußdorf.

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