Neudenau 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.neudenau.de
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Einwohner: 5046
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 153.0
Max. Höhe ü. NN (m): 345.53
Min. Höhe ü. NN (m): 150.18
PLZ: 74861

Neudenau liegt im Nordosten des Landkreises Heilbronn. Der Landesentwicklungsplan verortet die Stadt in der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart. Das 32,93 qkm große Stadtgebiet erstreckt sich beiderseits der Jagst und zählt vornehmlich zu den Neudenauer Hügeln. Im Süden reicht es an die Kocherplatten heran. Die Jagst durchfließt das Gelände in Schlingen von Osten nach Westen. Sie markiert bei der Einmündung der Schefflenz auf rd. 151 m NN den tiefsten Punkt des Gebiets; im Norden steigt das Gelände bei etwa 345 m NN im Seewald auf den höchsten Punkt an. Nach 1945 breitete sich der Kernort nach Norden und Süden, links der Jagst, aus, während sich Herbolzheim vorwiegend nach Norden, rechts der Jagst, entfaltete. Entlang der Jagst und ihrer Zuflüsse Schefflenz und Sülz wurden 1998 Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Die kurmainzischen Orte Herbolzheim und Neudenau wurden 1803 leiningisch und 1806 badisch. Am 22.6.1807 kamen sie zum standesherrlichen Amt Neudenau und am 24.7.1813 zum Zweiten Landamt Mosbach. Seit 1.5.1841 dem Bezirksamt Neudenau in Mosbach zugehörig, gelangten sie am 15.11.1849 zum Bezirksamt Mosbach (25.6.1939 Landkreis) und am 1.1.1973 zum Landkreis Heilbronn. Das altwürttembergische Siglingen gehörte zum Amt bzw. Oberamt Möckmühl. Am 26.4.1808 wurde es dem Oberamt Schöntal und am 27.10.1810 dem Oberamt Neckarsulm zugewiesen, ehe es am 1.10.1938 zum Landkreis Heilbronn wechselte. Zum 1.1.1975 vereinigten sich die drei Orte zur neuen Stadt Neudenau.

Die Stadt Neudenau liegt im nordöstlichen Teil des Landkreises. Mit einer Fläche von 32,93 Quadratkilometern erstreckt sich das Stadtgebiet zu beiden Seiten der Jagst und reicht mit seinem nördlichen Teil bis an die Grenze des Neckar-Odenwald-Kreises. Anrainer sind die Gemeinden Billigheim (Neckar-Odenwald-Kreis), Möckmühl, Hardthausen am Kocher, Neuenstadt am Kocher, Bad Friedrichshall und Gundelsheim. Die Entfernung vom Hauptort Neudenau nach Heilbronn beträgt über die Jagsttalstraße und die B27 wenig mehr als 20 Kilometer. Zur Gemeinde gehören neben der namengebenden Kernstadt (189 Meter über Normalnull) die beiden Orte Herbolzheim im Süden und Siglingen im Osten; hinzu kommen der Wohnplatz Deitingen mit der St. Gangolfs-Kapelle östlich von Neudenau sowie die zu Siglingen gehörigen Weiler Kreßbach und Reichertshausen im Südosten und im Nordosten. Dem Landesentwicklungsplan zufolge gehört Neudenau zur Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart. Die topographische Situation ist durch die Lage am Fluss zwischen zwei Ebenen geprägt. Die Jagst durchfließt die Gemarkung in mehreren großen Windungen von Osten nach Westen. An den Zuflüssen verschiedener Nebenbäche mit geringerer Strömungskraft wie beispielsweise östlich und westlich von Neudenau haben sich Schuttfächer von unterschiedlicher Mächtigkeit aufgehäuft. Ganz überwiegend gehört die Stadtgemarkung zum Bereich des Naturraums der Neudenauer Hügel, die ihrerseits Teil der Kocher-Jagst-Ebenen sind. Im Süden hat die Gemarkung noch einen schmalen Anteil an den Kocherplatten, einer Unterformation der Hohenlohe-Haller Ebene. Im Bereich der Neudenauer Hügel ist die Lettenkeuperplatte über den Muschelkalkhängen des Jagsttals durch zahlreiche Bäche und Gräben in Rücken und Kuppen aufgelöst. Diese sind zum Teil mit Lösslehm bedeckt. Der Lettenkeuper, die unterste Schicht des Keupers, ist landschaftlich insofern bedeutsam, als er, zum Teil verbunden mit Löss, eine weitverbreitete Auflage von geringer Mächtigkeit auf der Muschelkalkstufe bildet. Die Böden bestehen überwiegend aus Braunerden über entkalktem Lösslehm oder schweren und kalkreichen Lettenkeupertonen. In den Feuchtgebieten der Flusstäler finden sich vom Fluss abgelagerte Sedimente, insbesondere Sande und Kiese, vereinzelt auch Auenlehme. Der Hauptort erstreckt sich mit seinem alten Siedlungskern in hochwassersicherer Spornlage auf einem Prallhang nördlich über der Jagst. Gleich östlich der Kernststadt liegen die Eich- und die Losklinge, die aufgrund starker Verkarstung und Zerklüftung des Gesteins nur zeitweise Wasser führen. Entlang der westlichen Gemarkungsgrenze fließt die Schefflenz, die in ihrem Unterlauf ein langgezogenes, teils mit Laubbäumen bestandenes Wiesental bildet. Das nördlich der Stadt gelegene große Waldgebiet um Seewald und Tannenwald entwässert bei großem Wasseraufkommen über die Seewiese, die Hundswiese und die Bartelswiesen über eine typische, langgezogene und tief eingeschnittene Klinge gegenüber dem Kirschberg in die Schefflenz. Dieser Wasserlauf fällt im Sommer oder bei nur geringem Wasserüberschuss leicht trocken. Im Gemeindewald am Mehlgrund entspringt der Sulz- oder Klingenbach, der an Reichertshausen vorbei in Siglingen der Jagst zufließt. Auch der an der Südgrenze der Gemarkung entlang laufende Kreßbach mündet – bei Herbolzheim – in die Jagst. Im übrigen entwässern die Bäche und Gräben, die die Kocherplatten jenseits der Jagst gliedern, zumeist nach Süden in den etwas weiter entfernten Kocher. Ein durch die Kernstadt Neudenau gelegter Geländeschnitt in west-östlicher Richtung verdeutlicht die zahlreichen Einschnitte, zugleich aber auch das allmählich nach Osten ansteigende Relief der Landschaft. Der höchste Punkt der Gemarkung rechts der Jagst liegt mit 344 Metern über Normalnull im Seewald, links der Jagst mit circa 288 Metern östlich von Kreßbach; der Tiefpunkt wird mit 151 Metern bei der Mündung der Schefflenz in die Jagst erreicht. Die Landschaft ist größtenteils durch jahrhundertelange intensive landwirtschaftliche Nutzung überformt. Im Bereich des durch Hochwasser bedrohten Flusstals gibt es überwiegend Wiesen und Weiden. Ausgedehnte Waldflächen liegen vor allem im Nordwesten und Westen der Gemarkung. Klimatisch zählt das Gebiet zu den begünstigten Räumen mit milden Temperaturen, die eine ertragreiche Landwirtschaft ermöglichen.

Wappen von Neudenau

In Rot ein acht-speichiges silbernes (weißes) Rad.

Beschreibung Wappen

Schon im ältesten bekannten Siegel der früheren Stadt Neudenau, das für das Jahr 1542 belegt ist, erscheint das Mainzer Rad als Hinweis auf die Zugehörigkeit zum Erzstift Mainz (1364-1802). Zur Unterscheidung zeigt das Neudenauer Wappen, das sich aus dem Herrschaftswappen entwickelt hatte, ein achtspeichiges Rad statt des üblichen sechsspeichigen Mainzer Rades. Diese städtische Siegel- und Wappentradition war nur zur Zeit der Herrschaft der Fürsten von Leiningen von 1803-1806 unterbrochen, als das Stadtsiegel von Neudenau die drei leiningenschen Adler zeigte. Die aus der Vereinigung der alten, gleichnamigen Stadt mit zwei anderen Gemeinden am 1. Januar 1975 gebildete neue Stadt nahm das Wappen mit dem achtspeichigen Rad im Jahre 1978 wieder auf. Die Verleihung erfolgte, zusammen mit der Flagge, am 16. August 1978 durch das Landratsamt Heilbronn.

GND-ID:
  • 4235820-6
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