Talheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.talheim.de
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Einwohner: 4839
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 416.0
Max. Höhe ü. NN (m): 306.74
Min. Höhe ü. NN (m): 174.94
PLZ: 74223, 74388

Talheim liegt im Süden des Landkreises Heilbronn. Die 11,62 qkm große Gemarkung erstreckt sich über das Neckarbecken, konkret das Schozachhügelland; im Norden stößt sie an die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge, im Osten hat sie Anteil an der Fleiner Muschel. Hauptgewässer ist die Schozach, die das Gemeindegebiet in süd-nördlicher Richtung durchläuft. Von Osten fließt ihr der Frankelbach zu, der sich aus dem als Rückhaltebecken angelegten Frankelbachsee im Lerchenrain speist. Im Westen grenzt die Gemarkung an den Prallhang des Neckars, der 1984 unter Naturschutz gestellt wurde. Im Norden wurde 1992 das Areal um den Haigern, im Süden das Schozachtal bereits 1983 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der Neckar notiert bei seinem Austritt in die Stadt Heilbronn auf ca. 161,3 m NN den niedrigsten Punkt des Geländes, das im Südosten auf dem Sonnenberg bei ca. 303,6 m NN das Höhenmaximum erlangt. In der Nachkriegszeit dehnte sich die Siedlung nach Westen links der Schozach und nach Norden beiderseits des Flüsschens aus. Der Landesentwicklungsplan schreibt Talheim der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zuschreibt. Der deutschordische und der gemmingische Teil der Ganherrschaft Talheim fielen 1805/06 an Württemberg und kamen zunächst zu den Oberämtern Heilbronn und Kirchhausen. Am 26. April 1808 wurden beide Teile im Heilbronner Bezirk vereint, aus dem zum 1. Oktober 1938 der gleichnamige Landkreis hervorging.

Mit einer Fläche von 11,62 Quadratkilometern liegt Talheim (190 Meter über Normalnull) im Süden des Landkreises, rechts des Neckars. Im Nordwesten grenzt es an den Stadtkreis Heilbronn, im übrigen an die Gemeinden Flein, Untergruppenbach und Ilsfeld sowie an die Stadt Lauffen am Neckar. Zur Gemarkung gehören die Höfe Haigern im Norden, Talheimer Hof im Nordosten und Hohrain im Südosten. Die Entfernung in die Stadt Heilbronn beträgt rund 10 Kilometer. Der Landesentwicklungsplan ordnet Talheim der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zu. Naturräumlich gehört die Gemarkung zum Bereich des Schozachhügellands, im Osten hat sie Anteil an dem hier meist bewaldeten Gipskeupergebiet der Fleiner Muschel. Die topographischen Voraussetzungen sind wesentlich geprägt von der Lage im Neckarbecken zwischen dem Fluss im Westen (circa 161 Meter über Normalnull) und einem deutlich ansteigenden Gelände im Norden (284,7 Meter), Osten (293,2 beziehungsweise 303,6 Meter) und Süden (258,6 Meter); zum Neckartal und zum Heilbronner Becken fällt das Terrain gegen Nordwesten in stufenförmigen Terrassen ab. An der charakteristischen Naturlandschaft des Neckartals hat die Gemeinde nur geringen Anteil. Anders als in dem nur wenige Kilometer entfernten Zabergäu ist das Klima auf den Schozachplatten weniger günstig; der Luftstau an den nahen Löwensteiner Bergen bewirkt hier eine stärkere Bewölkung und größere Feuchtigkeit. Den Untergrund der durch die Schozach und ihre Nebentäler gegliederten, mit Löss und Lösslehm bedeckten Hochfläche der Schozachplatten bilden im Westen Gipskeuper und Untere Keuper, im östlichen Bereich kommt dagegen ausschließlich Mittlerer Keuper vor. Vereinzelt, wie beispielsweise am Haigern, stehen Schilfsandstein und Dunkle Mergel an. Die Schozach hat sich in ihrem unteren Teil in den Oberen Muschelkalk eingeschnitten; hier entwickelt sie mitunter ein erhebliches Gefälle. Die Böden um Talheim sind überwiegend von Löss und Lösslehm überdeckt und werden dem entsprechend vielfach ackerbaulich genutzt. An den sonnenseitigen Hängen und auf exponierten Kuppen verwittern der Gipskeuper und die aus ihm entstandenen periglazialen Fließerden. Die Tonmergel sind selten tiefer als 40 bis 80 Zentimeter entkalkt. Nur an Erosionsstellen besteht der Untergrund aus dem anstehenden Gestein mit Pelosol-Rendsina, seltener mit Mergel-Rohböden. Die Gipskeuper-Böden sind im Anfangsstadium, wenn sie wenig entkalkt und noch stark humos sind, für den Landbau recht günstig. Auch wenn die fortschreitende Entkalkung bereits zum Zähton und damit zu vollentwickeltem Pelosol geführt hat, können diese schweren Böden noch bewirtschaftet werden. Da aber der Löss für den Ackerbau weit besser geeignet ist, findet man auf dem Gipskeuper Ackerflächen eher selten. Ein Höhenschnitt durch die Gemarkung von Westen nach Osten zeigt am westlichen Rand das tiefliegende Flusstal des Neckars. Nach Osten zu steigt das Relief recht steil an, bis es sich im kastenförmig eingeschnittenen Tal der Schozach wieder etwas absenkt. Entlang der Schozach, aber auch am unteren Lauf des aus der Durstklinge kommenden und von rechts einmündenden Frankelbachs finden sich im Untergrund sandige, lehmige und kiesige Schotter der Nieder- und Hochterrasse. Die typische Hügellandschaft setzt sich bis zur Gemarkungsgrenze fort. Der Frankelbach bildet am Lerchenrain den als Rückhaltebecken angelegten Frankelbachsee, der ebenso wie der kleinere Tauchsteinsee in einem aufgelassenen Steinbruch zu Füßen des Geigersberg Teil einer naturnahen Naherholungslandschaft ist. In dem einstigen Kalksteinbruch am Geigersberg entstanden durch den Austritt von kalkreichem Wasser flächige Kalksintertapeten, die seit 1994 als Naturdenkmal ausgewiesen sind. An den teils nach Westen zum Neckar, teils nach Süden abfallenden Hängen wird großflächig Weinbau betrieben. Ausgedehnte Rebflächen finden sich etwa in den Gewannen Haigern, Wallenberg, Hart und Steinbiegel östlich des Orts, im Gebiet zwischen Lerchenrain, Geigersberg und Hohrain sowie an den Hängen über dem Fernberg westlich der Schozach. Im Weinberg werden die tiefgründigen, rigolten Mergelrohböden auf den steilen Sonnenhängen im Gipskeuper bevorzugt. Früher wurden hier jährlich neue Rohmergel zur Bodenverbesserung ausgebracht. Diese lockeren, aber nahezu rohen Mineralböden mit hohem Kalk- und Kaligehalt, guter Durchlüftung und intensivem Stoffwechsel sind bewährte Standorte für den Trollinger.

Wappen von Talheim

In Silber (Weiß) ein aus dem linken Schildrand hervorbrechender, rot bekleideter rechter Unterarm, in der Hand ein schwarzes Rebmesser (Hape) haltend.

Beschreibung Wappen

Das auf den örtlichen Weinbau hinweisende Wappen ist zuerst in einem Dorfsiegel aus dem Jahre 1550 nachweisbar. Abgesehen von den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts behauptete sich das im 18. Jahrhundert auch als Marksteinzeichen belegte Rebmesser als Siegel- und Wappenfigur Talheims. Die Wappenfarben wurden im Jahre 1927 von der Archivdirektion Stuttgart vorgeschlagen. Das Innenministerium hat das Wappen am 15. März 1963 bestätigt und gleichzeitig die Flagge verliehen.

GND-ID:
  • 4105760-0
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