Jagstberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1228

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Auf einem Hochflächensporn über der Jagst paßt sich der Grundriß des Ortes dem Gelände an. Von Mulfingen aus steigt die Straße aus dem Jagsttal in einer spitzen Kehre den Hang hinauf nach Jagstberg, das sich im Gewann »Unteres Hag« in den letzten Jahren vergrößert hat.
Historische Namensformen:
  • Jagesperch 1228
Geschichte: 1228 Jagesperch, vom Flußnamen Jagst. Burgweiler des Hochmittelalters, der wohl verschiedene frühere Siedlungen aufgesogen hat. Seit 1228 ist ein mit den Herren von Langenburg nach Ausweis des Wappens stammverwandtes Geschlecht, die Herren von Jagstberg, genannt. Sie sind möglicherweise ein Seitenzweig der Herren von Mulfingen und nannten sich später auch nach Ebersberg bei Backnang. 1275 trug Albert von Ebersberg die Burg dem Bischof von Würzburg zu Lehen auf, der mit einem Teil die Herren von Hohenlohe-Brauneck belehnte. 1340 verkauften die Braunecker das inzwischen ganz in ihrer Hand befindliche und als Stadt bezeichnete Jagstberg an die Söhne Kaiser Ludwigs des Bayern. Bereits 1347 wurde Jagstberg an Hohenlohe verpfändet. 1387 erwarb der Bischof von Würzburg den Ort, der danach an verschiedene Adelige verliehen wurde. Seit 1428 benutzten die Horneck von Hornberg das mit starken Mauern umgebene Jagstberg als Stützpunkt für zahlreiche Fehden. Nach zweimaliger Belagerung 1437 und 1443 mußten die Horneck auf Jagstberg verzichten. Bald darauf wurde Jagstberg als Amt und Zent, die bisweilen auch nach Mulfingen benannt wurde, vom Hochstift selbst verwaltet und erhielt 1586 eine Stadtordnung. 1632 schenkte König Gustav II. Adolf von Schweden die Herrschaft dem Grafen Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim, der sie aber 1634 wieder verlor. Die würzburgischen Amtmänner residierten zunächst in der aus staufischer Zeit stammenden Burg, die 1782 bis auf den Südwestturm (dieser 1822 gesprengt) abgebrochen wurde, dann 1782 in Schloß Haltenbergstetten über Niederstetten, die Amtsverweser in Mulfingen, nachdem das 1614 erbaute Amtshaus mit Volutengiebeln 1781 Pfarrhaus geworden war. 1802/03 kam das ganze Amt, das Jagstberg, Amrichshausen, Mulfingen, Simprechtshausen, Zaisenhausen und den würzburgischen Teil an Heimhausen umfaßte, an Hohenlohe-Bartenstein als Entschädigung für Gebietsverluste im Elsaß. Die von Fürst Karl Joseph begründete Sekundogenitur Hohenlohe-Bartenstein-Jagstberg, die von Schloß Haltenbergstetten aus verwaltet wurde, kam 1806 unter württembergische Hoheit. Jagstberg gehörte bis 1809 zum Oberamt Nitzenhausen, bis 1811 zum Oberamt Ingelfingen, dann zum Oberamt, seit 1938 Landkreis Künzelsau.
Ersterwähnung als Stadt: 1340

Ersterwähnung: 1409
Kirchengeschichte: Jagstberg war Filial der Pfarrei Mulfingen, doch hatte es 1409 eine Kapelle. 1544 ist ein Pfarrer in Jagstberg genannt, das 1610 offiziell Pfarrei wurde. Die katholische Pfarrkirche St. Burkhard wurde bis 1602 anstelle der Kapelle unter Bischof Julius Echter als schlichte einschiffige Halle erbaut und erhielt im 18. Jahrhundert ihre barocke Ausstattung. Evangelische zu Buchenbach.
Patrozinium: St. Burkhard

GND-ID:
  • 7726713-8
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