Mulfingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1095

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
An der durch das Jagsttal führenden Straße bei der Einmündung des Roggelshäuser Bachs breitet sich der Ort auch an den Hängen aus. Die Ortserweiterungen in den Gewannen »Wasserweg«, »Kirchweg« und »Ochsentaler Straße« entstammen der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Seit 1963 besteht das Industriegelände »Ettetal«.
Historische Namensformen:
  • Mulvingen 1095
Geschichte: 1095 (Кор. 12. Jahrhundert) Mulvingen, wohl von Personenname. Ort der ältesten Siedlungsschicht. Nach dem Aussterben des edelfreien Geschlechts der Herren von Mulfingen, deren Burg wohl oberhalb der Kirche lag, gehörte der Ort zur Herrschaft ihrer Erben, vielleicht Nachkommen, den Herren von Krautheim. Vom 13.-16. Jahrhundert existierte ein Ministerialengeschlecht von Mulfingen. Außer diesem waren mehrere Niederadelsfamilien hier begütert. Mulfingen gehörte zur Zent Jagstberg und fiel mit dieser an das Hochstift Würzburg, 1802 an Hohenlohe-Bartenstein, 1806 an Württemberg. Es war bis 1809 dem Oberamt Nitzenhausen, bis 1811 dem Oberamt Ingelfingen, dann dem Oberamt, seit 1938 Landkreis Künzelsau zugeteilt. Der Ort war mit einem Bannzaun und zwei Toren befestigt und besaß seit 1479 mehrfaches Marktrecht. Er war Sitz der Zentgrafen der Zent Jagstberg (heute Kinderheim Josephspflege) und seit 1782 Sitz des würzburgischen Amts Jagstberg (heute Schulhaus).

Ersterwähnung: 1310
Kirchengeschichte: Die 1310 genannte Pfarrei Mulfingen besaß einen ausgedehnten Sprengel, war vorübergehend evangelisch und wurde durch Bischof Julius Echter rekatholisiert. Das Patronat besaßen bis 1329 die Hohenlohe, dann die Gabelstein als hohenlohisches Lehen, seit etwa 1381 das Stift Möckmühl, seit 1568 der Bischof von Würzburg. Die katholische Pfarrkirche St. Kilian wurde 1693 im Stil des Hochbarock erbaut, der Turmchor des spätromanischen Vorgängerbaus zur Vorhalle umgestaltet. Sie wurde 1967/69 grundlegend renoviert und enthält bedeutende gotische Figuren. 1511 wurde an einer sporadisch fließenden heilkräftigen Quelle unterhalb von Jagstberg die St. Anna-Kapelle errichtet, die bald Ziel von Wallfahrten wurde. Sie war 1551/96 profaniert und enthält einen Altar der heiligen Sippe von 1514. Evangelische zu Hollenbach.
Patrozinium: St. Kilian
Ersterwähnung: 1693

GND-ID:
  • 4296439-8
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