Döttingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1225

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Links des Kochers ist der Ort in der Mulde des Eschentaler Bachs entlang der Straße entstanden. Später vergrößerte sich Döttingen baulich im Оsten zum Kocher hin, im Norden und Süden. Seit 1976 besteht das Neubaugebiet »Pfaffenrain« im Westen.
Historische Namensformen:
  • Thetingen 1255
Geschichte: 1225 Thetingen, zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten zeitweilig mit Zusatz: bei den 13 Linden. Wohl von Personenname, sicher zur ältesten Siedlungsschicht. Eine Niederadelsfamilie, vielleicht staufische Ministerialen, mit Beinamen Bacho, von 1225 bis ins 16. Jahrhundert bezeugt, baute sich in Ortsnähe eine Burg, nach der sie sich seit 1251 von Bachenstein nannte. Sie war vielleicht mit den Senfft von Sulburg verwandt und hatte weitverstreuten Besitz. Ein Zweig der Familie verbürgerte in Hall. 1488 verkauften die von Bachenstein Döttingen mit der bereits zerstörten Burg und allen Rechten als freieigen an die Hohenlohe, die 1533 den Haller Besitz in Döttingen aufkauften. Dieses gehörte im 18. Jahrhundert zu Hohenlohe-Kirchberg und war Amtsort, 1806 an Württemberg, Sitz eines Patrimonialamts, 1808 Oberamt Ingelfingen, 1811 Oberamt Künzelsau, 1838 Landkreis Schwäbisch Hall. — Ab 1584 erbauten die Hohenlohe ein Schloß, eine von Wassergräben umgebene Dreiflügelanlage in einfachen Renaissance- und Barockformen. Der Nordflügel wurde 1781 vergrößert neu gebaut, im Westflügel einfacher Laubengang in zwei Geschossen. Südflügel 1911 abgebrochen, davon nur Ost- und Nordmauer erhalten. Das Schloß seit 1863 in bürgerlichem Besitz, 1959/61 renoviert. — Ende des 18. Jahrhunderts wurden jährlich 5 Märkte abgehalten, obwohl von einer Marktrechtsverleihung nichts bekannt ist.

Name: Burg Bachenstein; Wasserschloss Döttingen

Ersterwähnung: 1307
Kirchengeschichte: 1307 wird die Pfarrkirche St. Martin erstmals genannt. Das Patronat kaufte Hohenlohe als würzburgisches Lehen 1488 mit dem Dorf. Anfang des 16. Jahrhunderts scheint die Pfarrei mit der von Jungholzhausen vereinigt gewesen zu sein, die ihr 1564 endgültig eingegliedert wurde. Evangelische Pfarrkirche, Saalbau von 1783. Katholiken zu Braunsbach.
Patrozinium: St. Martin
Ersterwähnung: 1307

GND-ID:
  • 4434248-2
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