Döffingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1075

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der langgestreckte Ort dehnt sich am rechten Talhang der unteren Schwippe aus. Eines der Fachwerkhäuser im alten Kern besitzt eingebaute Sühnekreuze. Die umfangreichen Ortserweiterungen gehen z.T. schon auf die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zurück. Von 1957 stammt die Landhaussiedlung am Kapellenberg im Südosten, das Siedlungsgebiet Leislengraben im Nordwesten folgte 1960/76. Weitere Neubaugebiete im Norden entstanden 1949/61.
Historische Namensformen:
  • Toffingen
Geschichte: 1075 Toffingen (Personennamen). Ortsadel 1272-1447 nachweisbar. Ursprünglich calwisch, kam Döffingen im 13. Jahrhundert zum Teil an die Tübinger Pfalzgrafen und 1357 mit Böblingen an Württemberg, das jedoch 1381 nur 1/8 an Vogtei und Gericht hatte und 1397 einiges von Weil der Städter Bürgern kaufte. Aus Calwer Zuwendungen schon früh Kloster Hirsau reich begütert, weitere Erwerbungen im 15. Jahrhundert Der Ort hatte Hirsau Reiter für Kriegs- und Botendienste zu stellen. Erst durch den Anfall der Hirsauer Güter in der Reformation wurde Württemberg zum Hauptbesitzer. Döffingen war dem Amt, später Oberamt Böblingen zugeordnet. Am 23.8.1388 schlug Graf Eberhard der Greiner hier entscheidend ein reichsstädtisches Heer unter Konrad Besserer, das den befestigten Kirchhof zu stürmen versuchte. 1634 brannten die Kaiserlichen das Dorf nieder. Ein Rest der alten Wehrmauer erhalten.

Ersterwähnung: 1075
Kirchengeschichte: Die schon 1075 dem Kloster Hirsau gehörende Kirche wurde diesem 1399 inkorporiert; durch die Reformation fiel sie an Württemberg. Leonhardskapelle 1437, Marienkapelle 1488 bezeugt; beide außerhalb des Orts. Evangelische Pfarrkirche, Turmchoranlage Anfang 16. Jahrhundert, 1634 abgebrannt, 1642/49 aufgebaut, 1689 wie 1962 nach Westen verlängert und renoviert. Katholische Filialkirche St. Johannes 1972/75 erbaut; zur Pfarrei Dätzingen gehörend.

GND-ID:
  • 4402538-5
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