Ellrichshausen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1240

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Das Haufendorf an der Gronach, das von den bewaldeten Keuperhöhen der Gronachbucht umgeben ist, hat sich in neuerer Zeit beträchtlich vergrößert. Zu den neuen Wohnsiedlungen gehören unter anderem »Röthfeld« (1939/1966), »Feldle« (seit 1950) im Süden, »Schlegelberg« (seit 1970) im Nordosten und »Beegfeld« (seit 1970) zwischen Beeghof und Hornschhausen.
Historische Namensformen:
  • Oulricheshusen 1240
  • Elrichshusen 1285
Geschichte: 1240 Oulricheshusen, 1285 Elrichshusen, Personenname, Ort des Landesausbaus. Auf der Burg bei der Kirche saßen zunächst als lohrische, dann hohenlohische und Ansbacher Lehensleute bis Mitte 14. Jahrhundert die von Ellrichshausen. Von ihren verschiedenen Linien besteht noch heute der Zweig Assumstadt. Die jetzt restlos verschwundene Burg wurde schon früh als Burgstall bezeichnet. An ihrem Stammsitz verloren die von Ellrichshausen all ihren Eigenbesitz, er ging größtenteils an Ansbach über, dem auch die Hoheitsrechte zufielen. 1732 besaß Ansbach fast 2/3 von Ellrichshausen, den Rest teilten sich Stift Comburg, Dinkelsbühl, dazu die Rittergüter Amlishagen und Neidenfels, deren Anteile zum fränkischen Ritterkanton Odenwald gerechnet wurden, die Preußen aber 1796 seiner Landeshoheit unterwarf. Der preußische, vormals zum Teil ansbachische Anteil fiel 1806 an Bayern, Württemberg erhielt 1803 den comburgischen Teil, 1810 ganz Ellrichshausen. Stets Oberamt (ab 1938 Landkreis) Crailsheim.

Ersterwähnung: 1285
Kirchengeschichte: Die Pfarrei wird 1285 erstmals erwähnt, das Patronat war im 15. Jahrhundert im Besitz der von Seinsheim, es kam über das Frauen-Kloster in Rothenburg 1416 an die dortigen Johanniter, 1516 an Ansbach. — Evangelische Pfarrkirche zum heiligen Johannes (so 1396), früher im befestigten Kirchhof, 1563 erbaut, 1592 umgestaltet, 1749 völlig umgebaut zur Saalkirche, Turm mit Achteckgeschoß versehen. Altar, Kanzel und Orgel an der Ostwand übereinander. Eine 1418 erwähnte St. Ulrichs-Kapelle auf dem Friedhof wurde zu einem Wohnhaus umgebaut, sie könnte der Pfarrkirche vorausgegangen sein, falls der Ortsname mit ihrem Titel-Heiligen. zusammenhängt. Katholiken zu Crailsheim (St. Bonifatius).
Patrozinium: St. Johannes / St. Ulrich (Kapelle)
Ersterwähnung: 1396

GND-ID:
  • 4605742-0
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