Demmingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1270

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Auf der Riesalb gelegen, besitzt das Dorf fränkische Hofanlagen mit niederen Häusern, aber großen Hofräumen, zu denen geräumige Einfahrten führen. Seit 1973 besteht im Norden das Neubaugebiet »Hülenfeld«.
Historische Namensformen:
  • Thuemingen 1270
  • Tumingen 1271
Geschichte: 1270 (Кор. 1586) Thuemingen, 1271 Tumingen (Personenname), Siedlung der ältesten Schicht mit Reihengräberfriedhof. 1270 erhält Kloster Mödingen Besitz, das 1271 vom Kloster Echenbrunn ein Gut erwarb. Kloster Ochsenhausen trat seinen Besitz im Ort 1295 an das Kloster Neresheim ab, das 1319 noch die Lehensherrschaft über Höfe des Domkapitels Augsburg und der Grafen von Öttingen erwarb und all seinen Besitz samt der Ortsherrschaft den von Eglingen als Lehen überließ. Vor 1374 Zubehör der Burg Duttenstein, kam Demmingen in diesem Jahr an die von Knöringen, 1402 an die von Hürnheim. Diese brachten bis Ende des 15. Jahrhunderts fast den ganzen Grundbesitz im Ort in ihre Hand. Die Landeshoheit erlangte Pfalz-Neuburg 1537. Demmingen war eine Gerichtsstätte (»Landschranne«) des Landgerichts Höchstädt (1323). 1551 verkauften die Hürnheim ihren Besitz an die Fugger, die ihn 1735 an die Thum und Taxis veräußerten, denen Pfalz-Neuburg die landesherrlichen Rechte abtrat. 1806 an Bayern, 1810 an Württemberg. Bis 1938 Oberamt Neresheim, seitdem Landkreis Heidenheim.

Ersterwähnung: 1427
Kirchengeschichte: Die Pfarrei, erst 1427 bezeugt, ist viel älter. Das Patronat wurde schon vor 1130 dem Domkapitel Augsburg überlassen, von diesem ging es an die Thum und Taxis über. Pfarrkirche St. Wendelin mit mittelalterlichem Kern, 1657 abgebrannt, 1690 und 1731 wieder brandgeschädigt. Ausstattung des 18. Jahrhunderts zum Teil im 19. Jahrhundert verändert, 1877 und 1927 durch Anbauten erweitert. 1955 neuer Hochaltar, 1968 Renovierung der Kirche. Südöstlich vom Dorf eine Feldkapelle. Evangelische zu Neresheim (Ostalbkreis).
Patrozinium: St. Wendelin
Ersterwähnung: 1427

GND-ID:
  • 4642241-9
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