Neuweier - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1297

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Im Kern dichtbebautes Dorf im Steinbachtal oberhalb des Schlosses mit älteren Siedlungserweiterungen in Nebentälchen hinein. Südlich der älteren Siedlungsteile im Tal weiträumige Neubaugebiete an den nach Norden exponierten Hängen, insbesondere im Ortsteil Schneckenbach.
Historische Namensformen:
  • Negenwilre 1297
  • Newilre 1345
  • Neywire 1477
Geschichte: 1297 Negenwilre, 1345 Newilre, 1477 Neywire, also erst allmählich als Neu-Weiler gedeutet, der ursprüngliche Sinn des Bestimmungsworts unklar. Ausbauort wohl der fränkischen Zeit innerhalb der Sinzheim-Steinbacher Mark. Die Oberherrschaft kam mit der Yburg an die Markgrafen, im Ort selbst zwei Sitze badischer, vermutlich ursprünglich ebersteinischer Lehnsleute, die im Wesentlichen den Familien Röder und von Bach zugehörten. So 1297-1345 die Bube von Neuweier, 1321-1447 die Röder von Neuweier, 1335 die Bach von Neuweier, 1352 Tizzenung von Neuweier. Die beiden Tiefburgen lagen im Tal unmittelbar bei der Siedlung. Das obere Schloss, bei der Kirche Sitz der Bube, 1466 an Stein von Reichenstein, durch diese ab 1521 verschiedentlich verpfändet (von Kramer zu Sunthausen, Egidius Kastner), 1575 wieder eingelöst, 1727 an Knebel von Katzenelnbogen verkauft, 1780 abgetragen. Das untere Schloss Sitz der von Bach, 1547 an von Dalberg, 1615 geteilt zwischen Knebel von Katzenelnbogen und von Eitz, 1725 ganz an Knebel, 1816 Graf von Kesselstadt, 1838 von Fechenbach, seit 1869 in bürgerlichen Händen. Der Baubestand im Kern von 1548. Quadratische Tiefburg mit vier vorspringenden Rundtürmen. Torbau und Zugbrücke über nassem Graben. Dach und Ausbau der Ostseite um 1900. Die Ortsherrschaft beim Adel, die Oberhoheit wurde vom Amt Steinbach wahrgenommen. Seit 1819 Bezirksamt Bühl.

Name: oberes Schloss Neuweier; unteres Schloss Neuweier
Datum der Ersterwähnung: 1466

Ersterwähnung: 1329
Kirchengeschichte: Neuweier war Filiale der Pfarrei Steinbach. 1329 stiftete der Adel eine Kapelle zu den Heiligen Maria, Johann Baptist und Georg. 1861 Pfarrei, 1951 Pfarrkirche St. Michael, langgestreckter Hausteinbau. Im unteren Schloss Kapelle St. Lothar und St. Walburg (16. Jahrhundert), nach Profanierung 1726 wieder geweiht, im 19. Jahrhundert aufgegeben.
Patrozinium: St. Michael
Ersterwähnung: 1951

GND-ID:
  • 4501495-4
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