Graben - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1306

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Ausgedehnte Siedlung mit weitgehend planmäßigem Grundriss und Straßendorf als altem Kern auf der Niederterrasse am Hochgestaderand. Junge Neubauviertel im Süden und Südwesten. Im Osten der Bahnanlagen im Anschluss an Gewerbegebiet weitere gewerbliche Neubauten.
Geschichte: 1306 Graben. Späte Siedlung, vermutlich aber Nachfolger eines der in dieser Gegend zahlreichen abgegangenen Orte des Anglachgaus. 1310/12 verkauften die Ritter von Ubstadt Burg und Dorf Graben an Markgraf Rudolf III. von Baden. Im 14. Jahrhundert die Burg der Pfalz geöffnet und als Lehen an verschiedene Niederadelsgeschlechter, u.a. die von Ubstadt und von Schmalenstein, ausgetan. 1399 als Wittum für die Markgräfin Anna bestimmt, 1406 mit Mühlburg als Reichslehen bezeugt. 1424 wurde Graben nach vorausgegangenem Krieg von Markgraf Bernhard an die Pfalz verpfändet und als Lehen wieder empfangen, daher 1634-1648 durch die Bayern zu ihrem Teil der Pfalz gezogen. Die Burg wurde 1675 zerstört. Graben war zunächst ein eigenes badisch-durlachisches Amt, ehe es ab 1803 zum Oberamt Karlsruhe, anschließend ab 1809 zum Amt Bruchsal und nach 1819 wiederum zu Karlsruhe gehörte. Personen: Adolf Kußmaul, 1822-1902, Mediziner.

Name: Burg Graben.
Datum der Ersterwähnung: 1310 [1310/12]

Ersterwähnung: 1437
Kirche und Schule: Graben Sitz eines speyerischen Landkapitels (Dekanats). Die Pfarrkirche (St. Nikolaus) 1437 ersterwähnt, unterstand badischem Patronat. Seit 1556 lutherische Pfarrei. 1870/73 Kirchenneubau in anderer Orientierung. 1948 katholische Expositur von Neudorf. 1951 Kuratie mit Linkenheim und Hochstetten zusammen. Kirche St. Nikolaus 1950 erbaut.
Patrozinium: St. Nikolaus
Ersterwähnung: 1437
Jüdische Gemeinde: 18. Jahrhundert Judengemeinde, die Synagoge 1938 noch vor dem Pogrom veräußert.

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