Söllingen - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1100 [Frühes 12. Jahrhundert (Kopialüberlieferung 16. Jahrhundert)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorfartige Siedlung mit Kern auf dem breiten linksseitigen Talboden der Pfinz. Jüngere Wachstumsspitzen entstanden am rechtsseitigen Talhang im Anschluss an den Bahnhof sowie auf der südlichen Talseite talaufwärts entlang der B 10 und im unteren Hirschbachtal. An der Ausmündung des Hirschbachs in das Pfinztal Gewerbegelände mit einer Ziegelei. Ein ausgedehntes Industriegebiet entwickelte sich auf dem Talboden der Pfinz durch die aus einem Hammerwerk hervorgegangene Badische Wolframerzhütte.
Historische Namensformen:
  • Saldingen 1100 [Frühes 12. Jahrhundert (Kopialüberlieferung 16. Jahrhundert)]
Geschichte: Frühes 12. Jahhundert (Kopialüberlieferung 16. Jahrhundert) Saldingen, von Personenname. Das hohe Alter des Ortes durch drei Begräbnisplätze der Merowingerzeit auf der Gemarkung bezeugt, weitere Siedlungsnamen aber nicht bekannt. Weißenburger und Hirsauer, auch Gottesauer Besitz. Das Dorf von 1291 an als Weißenburger Lehen für die Markgrafen von Baden belegt, örtlicher Adel um 1120 und 1284-1297, zuletzt als Stampf von Söllingen genannt. Diese dürften die Ortsherrschaft als badisches Afterlehen innegehabt haben. Eine Burg lag südöstlich des Orts. Nachfolger im Besitz der Burg und in der Ortsherrschaft waren verschiedene Niederadelsgeschlechter, die meist nur über jeweils ein Viertel am Ort verfügten (von Gärtringen, von Fürfeld, Drescher von Böckingen, Triegel von Öwisheim, von Gültlingen), war unmittelbar badisch, wurde aber als Pfand ebenfalls an die Adelsfamilien ausgegeben. Bis 1500 erwarben die Markgrafen sämtliche Anteile an der Ortsherrschaft. Söllingen kam mit dem Amt Durlach in der Teilung von 1535 zur unteren Markgrafschaft. Seit 1924 Bezirksamt, dann Landkreis Karlsruhe.

Name: Burg Söllingen.
Datum der Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1460 [vor]
Kirchengeschichte: Die Kirche, Patrozinium St. Michael (1507), war ebenfalls weißenburgisches Lehen für die Markgrafen. Diese statteten damit 1453 die Stiftskirche in Baden-Baden aus, erwarben das Patronatsrecht auf dem Tauschwege wieder zurück, nachdem 1556 endgültig die Reformation eingeführt war. Vom romanischen Bau hat sich noch der Chorturm erhalten, an diesen wurden um 1460 der spägotische Chor und das Kirchenschiff angebaut, letzteres 1787 nach Süden verbreitert und mit einem neuen Giebel versehen. Evangelische Kirchengemeinde. 1951 katholische Expositur, 1967 Kuratie mit Kleinsteinbach.
Patrozinium: St. Michael
Ersterwähnung: 1507

GND-ID:
  • 4241146-4
Suche