Neckarbischofsheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.neckarbischofsheim.de
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Einwohner: 3923
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 149.0
Max. Höhe ü. NN (m): 298.17
Min. Höhe ü. NN (m): 164.86
PLZ: 74924

Die Gemeinde Ortsname liegt im östlichen Teil des Rhein-Neckar-Kreises an der Grenze zum benachbarten Landkreis Heilbronn. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in der Hügellandschaft des Kraichgau beiderseits des unteren Krebsbachtals und reicht im Nordosten noch bis in das Tal des Schwarzbachs. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit des Kraichgaus. Der höchste Punkt liegt im Südosten auf 298,17 m, der tiefste Punkt auf 164,86 m im Krebsbachtal. Neckarbischofsheim kam 1806 an das Großherzogtum Baden. Die Gemeinde änderte zunächst ihren Namen in Neckarbischofsheim nahc dem 15 km entfernten Neckar, um Verwechslungen mit zwei anderen Orten Bischofsheim zu vermeiden. Ab 1807 gehörte der Ort zum Oberamt Waibstadt und wurde ab 1810 dann Sitz eines eigenen Bezirksamtes. Nach der Auflösung diese Amtes 1864 kam die Gemeinde zum Bezirksamt Sinsheim, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. Dieser wurde im Zuge der Verwaltungsreform 1973 aufgelöst. Seitdem gehört Neckarbischofsheim zum neuen Rhein-Neckar-Kreis. Neckarbischofsheim hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. Der hohe Wohnungsbedarf nach Kriegsende wurde vorübergehend durch die Unterbringung von Vertriebenen in einem Barackenlager gelöst. Aus diesem gingen später die Schwarzbachsiedlung und der Waibstadter Ortsteil Bernau hervor. Bis zur Mitte der 1960er Jahre wurden am südlichen Ortsrand zwei Baugebiete erschlossen. Südwestlich entstand ein erstes Industrie- und Gewerbegebiet. In den 1970er Jahre kamen weitere große Baulandflächen im Norden, wo sich auch Betriebe ansiedelten, und im Nordosten hinzu. Das neue Wohnbaugebiet im Nordosten dehnte sich auch in den 1980er und 1990er Jahren weiter nach Osten zu aus. Mit dem Ende der 1990er Jahre nahm die Bautätigkeit dann merklich ab. Seitdem sind vorwiegend Baulücken geschlossen worden, doch wurden auch nochmals kleinere Baugebiete am Nordrand des Ortes und im Osten entlang des Krebsbaches erschlossens. Am westlichen Ortsrand begann jenseits des Krebsbaches die Bebauung eines weiteren Gewerbeareales in den Auwiesen, dass sich inzwischen deutlich entwickelt hat. Neckarbischofsheim ist über Sinsheim durch die B6 sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Über die 1862 erbaute Schwarzbachtalbahn besteht heute ein Anschluss an die Linie S51 des S-Bahn Rhein-Neckar. Eine 1902 eröffnete Zweigstrecke nach Hüffenhardt wird seit 2009 nur noch Sonn-/Feiertags im Ausflugsverkehr bedient. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar. Eine Ortskernsanierung ist 1976-98 durchgeführt worden.

Das Stadtgebiet im Kraichgau umschließt das Hügelland beiderseits des unteren Krebsbachtals und reicht im Nordosten noch in die breite Talsohle des Schwarzbachs hinein. An den Hängen über dem trichterartigen Austritt des Krebsbach- in das Schwarzbachtal kommen das Wellengebirge und der Mittlere Muschelkalk zutage. Weite Teile des Stadtgebiets bestehen aus Gesteinen des Hauptmuschelkalks, die nur inselartig von Löss überlagert und gegen den Ost- und Süd-Rand, wo auch Schichten des Unteren Keupers anstehen, waldbedeckt sind.

Wappen von Neckarbischofsheim

In Silber (Weiß) auf grünem Boden stehend ein Bischof mit silberner (weißer) Albe, rotem Mantel mit silbernem (weißem) Kragen und goldener (gelber) Schließe, golden (gelb) bordierter roter Mitra und schwarzen Schuhen, in der Rechten einen schräglinken goldenen (gelben) Krummstab (Krümme nach links), in der Linken ein aufgeschlagenes goldenes (gelbes) Buch haltend.

Beschreibung Wappen

Der Ort, 988 im Zusammenhang mit Besitzrechten des Bistums Worms erstmals erwähnt, war seit dem 13. Jahrhundert und bis 1802 wormsisches Lehen der Herren von Helmstadt und erhielt in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts Stadtrecht. Das Wappen wird seit 1898 geführt. Es symbolisiert den Ortsnamen (bis 1806 nur Bischofsheim) und geht zurück auf das älteste bekannte Gerichtssiegel von 1766, das einen Bischof mit Krummstab, begleitet von tulpenartigen Arabesken, zeigt. Die heutige Tingierung wurde 1950 anlässlich der Wiederverleihung des Stadttitels festgelegt, die Flagge am 22. Februar 1963 durch das Innenministerium verliehen.

GND-ID:
  • 4041523-5
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