Lehen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1139 [1139, Fälschung Ende 12. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Westlicher Stadtteil am Südfuß des Lehener Bergs und auf den Dreisamschottern. Das alte Dorf besteht aus einer langgezogenen Straßendorfsiedlung entlang der Breisgauer Straße mit einem haufendorfartigen Kern um Kirche und Schloss am Fuß des Lehener Bergs. Randliche Neubauerweiterungen südlich davon mit größeren Wohnblöcken. Ein größeres geschlossenes Neubaugebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern liegt auf den Dreisamschottern im Nordosten.
Historische Namensformen:
  • Leheim 1139 [1139, Fälschung Ende 12. Jahrhundert]
Geschichte: 1139 Leheim (Fälschung Ende 12. Jahrhundert), von ahd lê = Hügel. Als Bestandteil der Reichsherrschaft Zähringen zuerst genannt. Nach dem Ausgang der Herzöge von Zähringen (1218) fiel die Herrschaft wieder an das Reich, war aber mit den Grafen von Freiburg strittig. Es gelang diesen, die Ortsherrschaft als Reichslehen zu behaupten, die sie dann 1310 an die Freiburger Ritter von Tußlingen verkauften. Im 15. Jahrhundert vergabten das Lehen die Habsburger an verschiedene Geschlechter. Das Schloss oder Weiherhaus, im Bauernkrieg zerstört, und das Gericht befanden sich in verschiedenen Händen. Zu dieser Zeit (1513) gründete Joß Fritz aus Untergrombach, Bannwart zu Lehen, den dortigen »Bundschuh«, der als ein Vorläufer des Bauernaufstands von 1524/25 gilt. Mitte 16. Jahrhundert erscheint das Wasserschloss Nöttstein; ein Henricus de Notingestên wird bereits 1239 als Zeuge genannt. Der spätere »große Lehnshof« dürfte ein Rest davon sein. Der »kleine Lehnshof« war Sitz eines herrschaftlichen Amtmanns. 1587 verkaufte die Familie Stadion Dorf, Schloss und Burgstall an die Stadt Freiburg, deren Untertanengebiet Lehen bis zur Annexion durch Baden (1806) blieb. Der wieder selbstständige Ort gehörte fortan zum Amtssitz in Freiburg.

Name: Schloss (Weiherhaus); Wasserschloss Nöttstein

Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert]
Kirchengeschichte: Die Pfarrkirche St. Cyriak erscheint im 12. Jahrhundert unter den Besitzungen der Basler Kirche. Im 15. Jahrhundert waren Kirchensatz und Zehnt in Händen Freiburger Bürger, seit Mitte des 16. Jahrhunderts im Besitz der Freiburger Sapienz. Der Turm der Pfarrkirche ist spätmittelalterlich, das Langhaus frühes 18. Jahrhundert. Die Evangelischen zur Markusgemeinde-Nord im Mooswald.
Patrozinium: St. Cyriak
Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4035047-2
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