Oberried 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.oberried.de
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Einwohner: 2830
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 43.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1426.34
Min. Höhe ü. NN (m): 410.38
PLZ: 79254

Südwestlich Freiburgs reicht die großflächige Gemeinde mit ihren drei Teilorten in den westlichen kristallinen Hochschwarzwald hinein, wo sie vom Schauinsland nach Osten über den Notschreipass bis unterhalb der Feldbergkuppe reicht und vor allem die Nordflanke des Massivs bis zum Rand des Zartener Beckens umschließt. Die Höhen steigen von 410 m über NN (nordwestlicher Ausgang des Oberrieder Tals) auf 1428 m an der südöstlichen Gemeindgrenze bzw. im Westen auf 1284 über NN am Schauinslandkopf an. Die Naturschutzgebiete ‚Feldberg‘ und Schauinsland‘ sowie ‚Bannwald Faulbach‘ bewahren in der Gemeinde eindrucksvolle Zeugnisse der glazialen und postglazialen Landschaftsentwicklung sowie des montanen Lebensraum des Schwarzwaldes. Tiefeingeschnitten sind die Hauptgewässer Brugga und Zastlerbach, die am Gebirgsausgang, getrennt durch ein eiszeitliches Aufschotterungsfeld, das breite, zum Zartener Becken sich öffnende Oberrieder Tal durchfließen. Am seinem Südrand liegt der langgestreckte Hauptort mit verdichtetem Haufendorf und dem räumlich abgesetzten ehemaligen Kloster, dessen vierflügeliger Gebäudekomplex sich markant heraushebt. Sonst herrscht Streubesiedlung vor, wobei sich verschiedene Formen des typischen Schwarzwaldhauses erhalten haben. Neben vereinzelter Landwirtschaft bildet der Fremdenverkehr heute das wichtigste wirtschaftliche Standbein. Zentrale Verbindung bildet die L126, nach Norden zur B31 bei Kirchzarten, nach Süden in serpentinenreichem Verlauf über den Notschrei nach Todtnau ins Wiesental. Mit dem Übergang an Baden kam die Gemeinde 1807 zum Bezirksamt bzw. 1939 zum Landkreis Freiburg und damit 1973 zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Der ausgedehnte Bereich des Gemeindegebiets erstreckt sich aus dem tiefgelegenen, von Süden ins Zartener Becken einmündenden Oberrieder Tal, einem breiten wiesenerfüllten Sohlental, in die stark zertalte und im Bereich des Schauinslandmassivs zerkuppte Bergregion des s Hochschwarzwalds. Steil eingekerbte junge Bachtäler wie das Bruggatal oberhalb von Oberried und von der Eiszeit geprägte Gletschertä­er wie das U-profilförmige St. Wilhelmer Tal mit seinen Kar-Nebentälern oder das tief eingeschnittene Zastlertal zergliedern die Westabdachung des Feldbergmassivs.

Wappen von Oberried

In Rot ein aufgerichtetes silbernes (weißes) Einhorn.

Beschreibung Wappen

Das Oberrieder Tal wurde im hohen Mittelalter besiedelt. Hier hatte das im westlichen Hegau beheimatete Geschlecht der edelfreien Herren von Tengen Besitz, den es vom Kloster St. Gallen zu Lehen trug und 1237 den Nonnen von Günterstal zum Zweck einer Klostergründung übergab. Die weitere Geschichte Oberrieds wurde jedoch bestimmt von den Wilhelmiten, die sich 1252 hier niederließen, im Verlauf des 13. Jahrhunderts fast die gesamte Grundherrschaft im Tal erwarben und bis zur Säkularisation durch Baden 1806 innehatten. Das Siegel des Vogts von Oberried zeigte im 18. Jahrhundert eine Pflugschar und drei Sterne, die Gemeindesiegel des 19. Jahrhunderts bringen in einem Wappenschild zusammen mit den Initialen OR ein Sensenblatt und drei Sterne. Diese sehr häufig vorkommenden und daher wenig charakteristischen Motive fanden nicht Eingang in das Gemeindewappen, die Gemeinde entschied sich 1899 vielmehr für den Vorschlag des Generallandesarchivs, das Wappen der 1592 ausgestorbenen Grafen von Tengen als Gemeindewappen zu übernehmen.