Besigheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.besigheim.de
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Einwohner: 11787
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 700.0
Max. Höhe ü. NN (m): 322.57
Min. Höhe ü. NN (m): 167.97
PLZ: 74354

Das 16,83 qkm große Stadtareal befindet sich samt der Exklave um Ottmarsheim im Neckarbecken. Die lößbedeckte Hochfläche wird vom Neckar geteilt, der sich hier in den Muschelkalk eingetieft hat. Die Stadt hat Anteil an dem 5 ha umfassenden Naturschutzgebiet Hessigheimer (23.4.2002) Felsengarten. Der Neckar markiert im Norden an der Grenze zu Walheim auf rd. 169 m NN das Höhenminimum; das Maximum wird nordöstlich von Ottmarsheim auf rd. 322 m NN erreicht. Der Landesentwicklungsplan schreibt Besigheim dem Verdichtungsraum Stuttgart zu. Die Stadt geht auf einen Fronhof des elsässischen Klosters Erstein zurück, der 1153 an die Markgrafen von Baden gelangte. Diese bauten die am Zusammenfluss von Neckar und Enz günstig gelegene Siedlung zu einer ummauerten Stadt aus. Nach der Verpfändung an die Kurpfalz von 1463 an sowie den Besetzungen durch Württemberg 1504/20, Habsburg 1520/29 und aufständische Bauern 1525 kam die Stadt 1529 wieder zurück an Baden, ehe sie 1595 an Württemberg verkauft wurde. Besigheim behielt den Sitz eines Amts, das am 18. März 1806 zu einem Oberamt erhoben wurde. Dessen Umbenennung nach Bietigheim durch königliche Verordnung (24.9.1810) wurde umgehend in der Neugliederung des Königreichs (27.10.1810) wieder zurückgenommen. Nach der Aufhebung des Oberamts zum 1. Oktober 1938 wechselte Besigheim zum Landkreis Ludwigsburg, wohin auch Ottmarsheim nach Zugehörigkeiten zu den Oberämtern Beilstein bis 1810 und Marbach bis 1938 gelangte, das am 1. September 1971 nach Besigheim eingemeindet wurde.

Im Nordwesten der Gemarkung mündet die Enz in den Neckar, dessen großer Schlinge die östliche Gemarkungsgrenze folgt. Beide Flüsse durchbrechen einen Schichtsattel, und so steht der Hauptmuschelkalk ringsum oberflächlich an. Die flachen Gleithänge dienen dem Ackerbau, während an den steilen Prallhängen Wein gedeiht. Oberhalb der Vereinigung beider Flüsse steigen die Felswände über 100m unmittelbar aus dem Neckartal auf, vielfach mit schroffen Felsbildungen (Felsengärten). Durch Hessigheimer Gebiet getrennt liegt östlich des Neckars der Ottmarsheimer Gemarkungsteil am Rande der gleichnamigen, meist lössbedeckten Gäulandschaft des Schozachhügellands.

Wappen von Besigheim

In Rot auf grünem Hügel eine zweitürmige, gezinnte silberne (weiße) Burg mit offenem Rundbogentor.

Beschreibung Wappen

Das Wappen bezieht sich auf die Gründungssituation der ursprünglich badischen Stadt, deren Kern auf schmalem Bergsporn zwischen zwei noch heute im Stadtbild erkennbaren Burgen mit mächtigen Rundtürmen liegt. Von 1431 an sind Abdrücke eines Stadtsiegels belegt, das die heraldische Burg mit dem badischen Wappen über dem Tor zeigt. Nachdem Besigheim 1595 endgültig württembergisch geworden war, trat zunächst die württembergische Hirschstange an die Stelle des badischen Wappens. Seit 1694 enthalten die Stadtsiegel jedoch kein Herrschaftszeichen mehr. In älteren Wappendarstellungen wurde der Hügel oder Boden unter der Burg zeitweilig auch silbern tingiert. Die vom Wappen abgeleiteten Flaggenfarben haben nach Mitteilung der Stadtverwaltung eine lange Tradition.