Deutsch-Ordens-Kommende Beuggen 

Kurzbeschreibung: Die Deutsch-Ordens-Kommende Beuggen
Die Deutsch-Ordens-Kommende Beuggen entstand 1246 aufgrund einer Schenkung des Reichsministerialen Ulrich von Liebenberg; im Jahr darauf wurde die Fundierung um eine Zustiftung Ida von Klingens geb. von Tegerfelden vermehrt. Während des späten Mittelalters war Beuggen bevorzugter Sitz der Landkomture der Ordensballei Elsass und Burgund, aber nachdem es sich aber um die Mitte des 15. Jahrhunderts der habsburgischen Landesherrschaft nicht hatte entziehen können, zogen die Landkomture es vor, ihre Residenz auf Dauer im reichsunmittelbaren oberschwäbischen Altshausen zu nehmen. Der örtliche Komtur gehörte den vorderösterreichischen Landständen an. Der Besitz des Beuggener Ordenshauses lag beiderseits des Rheins, von Bellingen im Westen bis nach Lengnau im Osten und von der Aare im Süden bis in den Hochschwarzwald im Norden; ganz vereinzelt streute er bis ins Elsass. Niedergerichtliche Befugnisse hatte der Komtur in Beuggen, Karsau und Riedmatt, außerdem war er für fünfzehn Patronats- und inkorporierte Kirchen der Umgebung zuständig. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangene Beuggener Ordensschloss nach Plänen Johann Kaspar Bagnatos umgebaut und bedeutend erweitert. Mit dem Ende des Alten Reiches fiel die Kommende 1806 an das Großherzogtum Baden das sie säkularisierte.
Überlieferung und Erschließung
Das noch vor der Säkularisierung nach Altshausen verbrachte Archiv des Deutsch-Ordens-Hauses Beuggen wurde 1826 zusammen mit den Archiven der Kommenden Mainau und Freiburg an Baden extradiert. Seit 1828 zunächst in Freiburg verwahrt, wurde es 1840 nach Karlsruhe verbracht und dort zumindest soweit erschlossen, dass Moriz Gmelin in den Jahren 1876 bis 1879 in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins ein Beuggener Urkundenbuch edieren konnte. Das Findbuch zu dem Urkundenbestand haben freilich Albert Krieger und Hermann Baier erst 1910 fertiggestellt. Eine Urkunde aus dem Bestand Beuggen wurde 1932 an das Staatsarchiv des Kantons Zürich abgegeben. Weiteres Archivgut gleicher Provenienz liegt in den Beständen D, 61, 62, 66-68 und 86 des Generallandesarchivs sowie im Ortsaktenbestand 229. Im Zuge der Neusignierung und -verpackung unter Anleitung Hansmartin Schwarzmaiers entstand 1989 ein maschinenschriftliches Repertorium, das 2014 von Yvonne Thürer für die Präsentation im Internet konvertiert wurde; die Endredaktion besorgte Kurt Andermann.
Literaturhinweise
Hansmartin Schwarzmaier/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 2, Urkundenbestände (1-45), Stuttgart 1996, S. 145-147; Moriz Gmelin, Urkundenbuch der Deutschordenskommende Beuggen, in: ZGO 28 (1876) S. 78-127 und 376-438, 29 (1877) S. 163-260, 30 (1878) S. 213-322 und 31 (1879) S. 168-233; Peter Heim, Die Deutschordenskommende Beuggen und die Anfänge der Ballei Elsass-Burgund von ihrer Entstehung bis in die Reformationszeit (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens 32), Bonn 1977.
Erstellt (Anfang): 1218  [1218-1803]
Umfang: 733 Urkunden
Objekttyp: Bestaende
Quelle/Sammlung: Landesarchiv Baden-Württemberg Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe
Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs)
Urkunden
Kleinere geistliche Territorien
Beuggen
Bestand
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: 18 [Bestellsignatur]
Weiter im Partnersystem: https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-3208
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