Geßler, Otto Karl 

Geburtsdatum/-ort: 06.02.1875;  Ludwigsburg
Sterbedatum/-ort: 24.03.1955;  Lindenberg/Allgäu
Beruf/Funktion:
  • Mitglied des Reichstags – DDP, Reichsminister, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes
Kurzbiografie: 1894 Abitur am Gymnasium Dillingen/Donau
1884-1898 Jurastudium in Erlangen, Tübingen und Leipzig
1898/99 Wehrdienst als Einjährig Freiwilliger
1900 Promotion zum Dr. jur. in Erlangen
1903-1905 Referent im bayerischen Justizministerium
1905-1910 Gewerberichter und Staatsanwalt in Straubing/Niederbayem
1910-1914 Bürgermeister in Regensburg
1914-1918 Oberbürgermeister in Nürnberg
1919-1928 Reichsminister für den Wiederaufbau bis 1920, dann Reichswehrminister
1920-1924 Mitglied des Reichstags – DDP
1931-1933 Vorsitzender des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA)
1934-1938 Vorsitzender der Deutsch-Österreichischen Arbeitsgemeinschaft
1944 Nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet, bis Februar 1945 inhaftiert
1945 Persönlicher Referent des Bayerischen Ministerpräsidenten Fritz Schäffer
1949-1955 Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes
1950-1952 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes
Weitere Angaben zur Person: Religion: rk.
Verheiratet: 1903 (München) Maria, geb. Helmschrott (gest. 1954)
Eltern: Vater: Liberat Geßler (geb. 1844), Berufsunteroffizier, später Gutsverwalter
Mutter: Karoline, geb. Späth
Geschwister: keine
Kinder: 2 Söhne, gest. 1925 und 1927
GND-ID: GND/116599723

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 4, 100-102
Quellen: BA N 1032, umfangr. Teilnachlass, jedoch vermutlich durch die Gestapo nach dem 20. Juli 1944 um wesentliche Teile, vor allem Privatkorrespondenz, geschmälert; Bayer. HStA München, Nachlass O. Geßler, hauptsächl. Privatkorrespondenz u. Bilder.
Werke: Die budgetrechtliche Bedeutung des Staatshaushaltes nach bayer. Staatsrecht, Diss. jur. Erlangen, 1900; Der Aufbau d. neuen Wehrmacht, in: Zehn Jahre dt. Geschichte 1918-1928, 1928, 87-103; Die Träger d. Reichsgewalt, 1931; Die politischen Probleme d. Reichsreform, als Stenogramm gedr., 1932; Auf dem Nürnberger Bürgermeisterstuhl im Weltkrieg 1914-1918, in: FG für seine königl. Hoheit Kronprinz Rupprecht von Bayern, hg. von Walter Goetz, 1953, 98-126; Reichswehrpolitik in Weimarer Zeit, hg. von Kurt Sendtner mit einem Vorwort von Theodor Heuß, 1958.
Nachweis: Bildnachweise: HStA München; Reichswehrpolitik, 1958, Vorpann (vgl. Quellen u. Werke).

Literatur: Theodor Heuß, O. Geßler, in: ders., Würdigungen, Reden, Aufsätze u. Briefe aus den Jahren 1949-1955, 1955; Thilo Vogelsang, in: NDB 6, 350; Klaus Dieter Schwarz, Weltkrieg u. Revolution in Nürnberg, 1971; Dt. Biogr. Enzyklopädie 3, 666 f.; Biogr. Wörterb. zur dt. Geschichte Bd. 1, 1973 (2. Aufl.), 890; Heiner Möllers, Reichswehrminister O. Geßler. Eine Studie zu „unpolitischer“ Militärpolitik in d. Weimarer Republik, 1998.
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