Ludwigsburg 

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Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.ludwigsburg.de
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Einwohner: 88200
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 2.035
Max. Höhe ü. NN (m): 362.96
Min. Höhe ü. NN (m): 188.6
PLZ: 71634, 71636, 71638, 71640, 71642, 71672

Das 43,35 qkm große Gebiet der Großen Kreisstadt (1.4.1956) liegt vollständig im Neckarbecken. Die lößbedeckte Hochfläche wird vom Neckar geteilt, der sich hier in den Muschelkalk eingetalt hat. Der Neckar markiert im Norden an der Grenze zu Benningen auf etwa 196 m NN den höchsten Punkt des Geländes, das sich im Osten am Lemberg auf rd. 365 m NN auffaltet. Bereits am 1. Oktober 1937 wurde nördlich der Stadt das 72 ha große Naturschutzgebiet Favoritepark ausgewiesen. Der Landesentwicklungsplan weist das Mittelzentrum dem Verdichtungsraum Stuttgart zu. Auf dem Gebiet seines wildreichen Jagdreviers ließ Herzog Eberhard Ludwig vom 7. Mai 1704 an in der Nähe des Erlachhofs, der aus der Eigenwirtschaft des Klosters Bebenhausen hervorgegangen war, das Schloss Ludwigsburg errichten, das 1713/28 durch das Jagd- und Lustschloss Favorite und 1764/68 durch das Seeschloss Monrepos ergänzt wurde. Die Ansiedlung um das Schloss erhielt am 3. April 1718 Stadtrecht und stieg zur Herzogsresidenz auf. Nach dem Tod Eberhard Ludwigs 1733 zogen sein Nachfolger Karl Alexander Hof und Regierungsbehörden wieder ab. Ein solcher Einschnitt wiederholte sich unter Herzog Carl Eugen 1775 und mit dem Tod König Friedrichs 1816. Ludwigsburg, seit 1718 Amtssitz, beherbergte 1818/1924 die Regierung des Neckarkreises und behielt das Oberamt, dem 1938 der gleichnamige Landkreis folgte. Nachdem bereits 1901 Eglosheim, 1903 Pflugfelden, 1922 Oßweil und 1926 Hoheneck eingemeindet worden waren, folgten 1974 Neckarweihingen und ein Jahr später Poppenweiler.

Durch den Osten der Gemarkung fließt, von Weinbergen gesäumt, der Neckar in seinem Muschelkalktal. Er beschreibt zwei große Bogen bei Poppenweiler und Neckarweihingen. Gegenüber am linken steilen Talhang liegt Hoheneck. Auf der anschließenden Hochfläche des Langen Felds (Südwestliches Neckarbecken) breitet sich die weiträumige Bebauung von Ludwigsburg und seinen Vororten aus. Schloss Monrepos und das Favorite-Schlösschen mit ihren Parkanlagen entstanden im nördlichen Gemarkungsteil. Hier ist in der Nachbarschaft des Aspergs die Lössdecke weitgehend abgetragen. Ein kleines zum Neckar gerichtetes Tälchen tieft sich in den Muschelkalk ein. Östlich des Neckars reicht die Hochfläche der Gemarkung am Rande der Backnanger Bucht bis zum Lemberg, einem Zeugenberg (365m) aus Schilfsandstein der Keuperstufe.

Wappen von Ludwigsburg

In Blau an schrägem rotem Fahnenstock mit goldener (gelber) Spitze die goldene (gelbe) Reichssturmfahne, darin ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler.

Beschreibung Wappen

Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg verlieh seiner Gründung Ludwigsburg anlässlich der am 3. September 1718 erfolgten Erhebung zur Stadt das Wappen mit der Reichssturmfahne, das schon seit dem Jahre 1495 Bestandteil des herzoglich württembergischen Wappens war. Abweichungen in den verschiedenen Darstellungen beschränken sich auf Details. Das Reichssturmfahnenlehen war ursprünglich mit der Stadt Markgröningen verbunden, die als Amtssitz die Vorgängerin von Ludwigsburg gewesen ist. Die Bürgermeisterrechnung von 1759/60 erwähnt bereits eine Stadtfahne.

GND-ID:
  • 4036469-0
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