Hochstift Basel

Der Rhein bei Steinenstadt, 1602 (GLAK H Neuenburg 1)


Der Rhein bei Steinenstadt, 1602 (GLAK H Neuenburg 1).

Ähnlich wie im Falle von Würzburg berührt die Territorialbildung des Bistums Basel nur am Rande das Gebiet des Bundeslandes. Obwohl der Basler Bistumssprengel nicht über den Rhein hinüberreichte und Basel selbst bis 1032 zum Königreich Burgund, nicht zum Reich gehörte, machten die Basler Bischöfe schon früh Ansätze zur Herrschaftsbildung im Breisgau. Wahrscheinlich war es nur die Vollendung einer schon älteren Position, als ihnen 1008 Heinrich II. einen Wildbann in der Freiburger Bucht übertrug. Unmittelbar vorher waren die Bischöfe auch Stadtherren in Breisach geworden. 1028 kam das Bergregal im Schwarzwald hinzu. Mit dem Übergang Burgunds an das Reich 1032 und der Übertragung einer Reihe von Grafschaften im Jura wurden die Territorialbestrebungen des Hochstifts in die später entscheidende Richtung gelenkt. Der Breisgauer Besitz, vorübergehend (bis 1125) noch um die Ansprüche auf die Herrschaft über St. Blasien erweitert, ging zunächst an die Zähringer, dann an das Reich verloren. Von 1254 bis 1273 konnten die Bischöfe noch einmal die Stadtherrschaft über Breisach ausüben. Sonst verblieb ihnen nur als Restbestand Istein. Die Herrschaft Schliengen wurde 1343 hinzuerworben, kam aber erst 1509 unter unbestrittene bischöfliche Landeshoheit. Die Regierung befand sich, nachdem der Bischof Ende 13. Jahrhundert aus der Stadt ausgeschieden war, in Pruntrut im Jura.

Gemarkungskarte der bischöflich-baslerischen Dörfer um Schliengen, 1763 (GLAK H Schliengen 4)

Gemarkungskarte der bischöflich-baslerischen Dörfer um Schliengen, 1763 (GLAK H Schliengen 4)

(Quelle: Bearbeitete Fassung aus dem Abschnitt Landesgeschichte, in: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977)