Welzheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1181

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Auf der Liashochfläche rechts über dem Leintal ist das Städtchen durch neue Wohngebiete aus Ein- und Zweifamilienhäusern rings um den alten Ortskern nach dem Zweiten Weltkrieg baulich gewachsen. Das Industriegebiet im Westen an der Eisenbahn besteht seit 1954.
Historische Namensformen:
  • Wallenzin 1181 [1181 und 1243]
  • Wallenzingen 1335
  • Walzen 1446
  • Weltzen 1488
  • Welzheim 1500 [seit dem 16. Jahrhundert]
Geschichte: 1181 und 1243 Wallenzin, 1335 Wallenzingen, 1446 Walzen, 1488 Weltzen, seit dem 16. Jahrhundert Welzheim (vielleicht zum römischen Valentianum, da zwei römische Kastelle). Auf der erstmals 1269 erwähnten, aber sicher älteren Burg am Platz des Ostkastells saß eine staufische Ministerialenfamilie, deren Angehörige 1269 und 1284 das hiesige Schultheißenamt bekleideten und die im 14. Jahrhundert im Gmünder Bürgertum aufging. Die Burg wurde vermutlich im frühen 16. Jahrhundert abgebrochen. Ob der staufische, seit 1326 nachweislich rechbergische Ort im Mittelalter volles Stadtrecht hatte, ist nicht sicher, obwohl 1266 ein »scultetus et concives« erwähnt werden und der Ort 1335 als »stat« bezeichnet wird. Sonst erscheint er bis zur Stadterhebung 1840 stets als Dorf oder Marktflecken. Welzheim entwickelte sich um die Kirche und den davor liegenden »unteren Marktplatz« nach allen Seiten. Die beiden Stadttore wurden spätestens im 18. Jahrhundert abgebrochen, ummauert war der Ort nie (nur Wall und Graben). Infolge der Großbrände von 1556 und 1726 gibt es kaum ältere Gebäude; das limpurgische Stadtschloss, nach dem 1. Brand 1557 wiedererbaut, wurde nach 1726 nicht wieder errichtet. Burg und »stat« wurden 1335 von Albrecht von Hohenrechberg an seine Schwester Mechthild, eine Schenkin von Limpurg, als Eigen verkauft. Diese Familie trug vor 1374 eine, 1448 auch die zweite Hälfte des Dorfs Württemberg zu Lehen auf. Nach dem Aussterben der letzten limpurgischen Linie 1713 zog Württemberg den Ort Welzheim samt den meisten Ortsteilen als erledigtes Lehen ein. Herzog Eberhard Ludwig schenkte ihn 1718 seiner Mätresse von Grävenitz, zog ihn aber 1732 wieder ein und zog ihn zum Kammerschreibereigut. 1806 wurde Welzheim Oberamtssitz, der 1810-1819 nach Lorch verlegt war; 1938 Aufhebung des Oberamts und Zuordnung zum Landkreis Waiblingen.
Ersterwähnung als Stadt: 1335
Wirtschaft und Bevölkerung: Noch Mitte 19. Jahrhundert war die Landwirtschaft Haupterwerbszweig; die Industrialisierung setzte erst kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ein.

Name: Burg Welzheim. Schloss Welzheim.
Datum der Ersterwähnung: 1269

Ersterwähnung: 1181
Kirche und Schule: Der Kirchensatz der 1181 erstmals genannten Kirche St. Gallus (so 1243) kam unter König Konrad III. (1138-1152) durch Tausch an Kloster Lorch, dem die Kirche 1259 inkorporiert wurde; durch die Reformation fiel er an Württemberg. Evangelische Pfarrkirche inmitten eines freien Platzes, des ehemaligen Wehrkirchhofs. Die nach dem Brand von 1726 wiederaufgebaute Kirche wurde 1815/17 umgestaltet. Sehr schöne Sandsteinbildwerke am West- und Südportal, letzteres Anfang 16. Jahrhundert. Zwei Pfarreien. Katholische Kapelle 1936, Christkönigkirche 1957 erbaut; Kuratie 1946, Pfarrverweserei 1958, Pfarrei 1960 errichtet.
Patrozinium: St. Gallus
Ersterwähnung: 1243

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