Alpirsbach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.alpirsbach.de
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Einwohner: 6428
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 100.0
Max. Höhe ü. NN (m): 853.44
Min. Höhe ü. NN (m): 399.55
PLZ: 72275

Die Stadt Alpirsbach liegt an der Südgrenze des Landkreises Freudenstadt zum benachbarten Landkreis Rottweil. Die Stadt liegt im oberen Kinzigtal, ihr Stadtgebiet erstreckt sich im Bereich der Schwarzwaldquelltäler der Großen und der Kleinen Kinzig. Naturräumlich gehört das Gebiet überwiegend zur übergreifenden Einheit des Mittleren Schwarzwaldes, doch greift es im Westen noch mit einem kleinen Teil auf die Oberen Gäue aus. Der höchste Punkt des Stadtgebietes liegt auf etwa 800 m im Nordwesten, der tiefste Punkt auf 399 m im Kinzigtal. Auf dem Stadtgebiet liegt das 57 ha große Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald. Alpirsbach, das sich als Marktflecken des gleichnamigen Klosterbezirks entwickelt hat, fiel nach dem Westfälischen Frieden endgültig an Württemberg. Das seit 1563 bestehende Klosteramt blieb bis 1810, seit 1807 als Oberamt, bestehen. 1810 wurde der Ort dem Oberamt Oberndorf zugewiesen und 1938 dem Landkreis Freudenstadt eingegliedert. Im 18. Jahrhundert war Alpirsbach Sitz eines Bergamtes und anderer Behörden. Die aus zwei bis ins 19. Jahrhundert getrennten Ortsteilen, dem äußeren und dem oberen Dorf, entstandene Stadt hat sich nach 1945 vorwiegend auf die umgebenden Hänge und auf der Terrasse des Grundgebirges im Tal ausgedehnt. Zunächst entstanden großzügige, dem Relief angepasste Neubauflächenin mehreren Schritten auf den nordwestlichen Hängen. Diese erfuhren schon ab Ende der 1970er Jahre eine Erweiterung nach Westen. Ab den ausgehenden 1990er Jahren wurden dann Baulücken im Talbereich sowie auf weitere Flächen am östlichen Ortsrand erschlossen. Industrie- und Gewerbeflächen entstanden am nördlichen und deutlich größer am südlichen Ortsende. Alpirsbach erhielt 1886 einen Bahnanschluss, der wesentlich zur Besiedlung des Talgrundes beitrug. Die Stadt ist heute über die Kinzigtalbahn sowie die B294 und B462 an den Fernverkehr angeschlossen.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Stadtgebiet liegt im Bereich der Schwarzwaldquell­täler der Großen und der Kleinen Kinzig, die sich sehr gefällstark bis in den Grundgebirgssockel eingeschnitten haben. Dessen Oberfläche säumt die Talsohle auf beiden Seiten als hügelige, quellenreiche Hangterrasse. Darüber die bewaldeten, steil geböschten Riedel der Buntsandsteindecke. Ihr Randstreifen östlich des Großen Kinzigtals ist teilweise gerodet und besiedelt (Reutin). Dort Übergang ins Heckengäu (Peterzell, Römlinsdorf). Das in den Hauptmuschelkalk eingeschnittene Heimbachtal an der Ostgrenze des Gebietes verläuft in der Achse eines tektonischen Grabens.

Wappen von Alpirsbach

In Blau ein aus dem Unterrand emporkommender goldener (gelber) Abtsstab.

Beschreibung Wappen

Neben dem 1095 gegründeten Kloster Alpirsbach entwickelte sich der Marktflecken, der nach der Aufhebung des Klosters durch Württemberg Sitz des Klosteramts war. 1869 erhielt Alpirsbach Stadtrecht. Ein Gemeinschaftssiegel von Alpirsbach und Rötenbach von 1751 zeigte einen Laubbaum, das Siegel Alpirsbachs zu Beginn des 19. Jahrhunderts über dem Baum zusätzlich einen Wellenbalken und einen aus dem Schildrand wachsenden Arm mit Pfeil. Seit 1827 wird der Abtsstab, das in dieser Form seit dem 15. Jahrhundert geführte Klosterwappen, als Siegelbild verwendet. Ab etwa 1900 ist die ebenfalls dem Klosterwappen entsprechende Tingierung nachzuweisen. Nach einer Eingemeindung und der Vereinigung der Stadt mit vier Orten, die alle einst zur Klosterherrschaft gehört hatten, wurden das Wappen und die seit 1953 gebräuchliche Flagge durch das Landratsamt Freudenstadt am 13. August 1976 neu verliehen.