Sankenbachsee

Der Sankenbachsee, ein 1890/81 wieder aufgestauter Karsee - Quelle LMZ BW

Der Sankenbachsee, ein 1890/81 wieder aufgestauter Karsee - Quelle LMZ BW

Der Sankenbachsee liegt im Nordschwarzwald auf etwa 678 m Höhe über NN und gehört zur Gemeinde Baiersbronn. Der Ort Baiersbronn befindet sich etwa 3,5 km Luftlinie entfernt im Nordosten, Freudenstadt etwa 5,4 km im Osten und die Gemeinde Kniebis ungefähr 3 km im Südwesten des Karsees.

Der Sankenbachsee ist ein während der letzten Eiszeit entstandener Karsee. Der im Kartenbild gut erkennbare See hat eine leicht rechteckige Form mit einem Durchmesser von 140 bis 160 m; seine Fläche beträgt rund 2,3 Hektar. Nach Norden und Westen zu steigt die Karwand an. Die maximale Tiefe des eher flachen Kars liegt bei 5 bis 7 m.

Der See wird durch den von Westen eintretenden Sankenbach gespeist. Der ursprüngliche Karsee ist bereits vor etwa 3000 Jahren abgeflossen, als der wasserreiche und mit starkem Gefälle verlaufende Sankenbach die das Kar abschließende Endmoräne durchbrach. 1980/81 wurde an der Stelle des Endmoränenwalls mit rund 12.000 Kubikmetern Erdmaterial eine neue Barriere geschaffen, der See wieder aufgestaut und das vorher entstandene Verlandungsmoor dadurch geflutet. Oberhalb des Sees liegen die Sankenbach-Wasserfälle, eine mehrstufige Wasserfallkaskade in der Karwand des Sankenbachkessels, die über rund 40 m herabstürzt, um dann bachabwärts den See zu speisen. Der See entwässert nach Osten über die dort erbaute kleine Staustufe in den Forbach und weiter in die Murg.

Sowohl der See als auch die angrenzenden Feuchtwiesen bilden ein wertvolles Biotop und wurden unter Schutz gestellt. Große Teile des nördlichen und östlichen Seeufers sowie etwa die halbe Wasserfläche sind in den Bereich einbezogen. Die nördlichen Uferbereiche dürfen gar nicht betreten werden. Daneben sind Teile des Sankenbachsees als Naherholungsgebiet freigegeben und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Westlich des Sees befindet sich die Wasserfallhütte.