Neukirch - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1112

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Eine ursprünglich weilerartige Siedlung, die durch zahlreiche Neubauten zu einem kleinen Haufendorf erweitert wurde.
Historische Namensformen:
  • Bregenbach 1112
  • Nuewenkilch im Braegenbach 1356
Geschichte: Der älteste Name ist Bregenbach 1112. Die Gegend gehörte zur Grundherrschaft des Klosters St. Peter, das vermutlich um 1200 hier die »Neue Kirche« baute, die dem »Meiertum ze der Newen Küchen« (1356) den Namen gab. Der Ort heißt dann Nuewenkilch im Braegenbach. Neukirch kam wohl durch die Vogtei über St. Peters Außenbesitz zur Herrschaft Hornberg, von der um 1200 die Herrschaft Triberg abgeteilt wurde, die 1355 an die Habsburger kam. In Neukirch hatte die Landesherrschaft einen »Stabsvogt«, während der Vogt der klösterlichen Grundherrschaft der »Lehensvogt« war. Grenzstreitigkeiten zwischen den Herrschaften Triberg und St. Peter wurden 1606 geschlichtet. Nach dem Anfall an Baden (1806) kam die Gemeinde Neukirch zum Amtsbezirk Triberg, 1924 zum Amt (seit 1939 Landkreis) Donaueschingen.
Wirtschaft und Bevölkerung: Eine wirtschaftliche Besonderheit Neukirchs im 18. Jahrhundert war die Herstellung hölzerner Uhren, die das Kloster sehr förderte. 1808 soll es in Neukirch bei 702 Seelen 95 Uhrmacher gegeben haben. Seit 1840 Niedergang dieser Industrie.

Kirche und Schule: Die Kirche zu Neukirch war Filiale der Pfarrei St. Peter. Patrozinium St. Andreas; der früher zuweilen angegebene St. Antonius Eremita war Patron der Neukircher Bruderschaft. Seit 1502 erscheint ein Konventsangehöriger als ständiger Pfarrvikar, der auch die Kapelle in Waldau (Buchenberg, Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald) zu versorgen hatte. Neubau der Kirche um 1435, wovon der Turm noch erhalten ist; Neubau des Langhauses 1729. Matthias Faller schnitzte in der Folgezeit drei Altäre, die beim Brand der Kirche nach Bombardierung am 20. April 1945 samt der Kanzel vernichtet wurden. Nur die hölzernen Altarfiguren Fallers konnte man retten. Evangelische zu Gütenbach.
Patrozinium: St. Andreas

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