Magstadt - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1100 [Überlieferung 16. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Das Großdorf im Bereich des Stuttgarter Ballungsraums liegt im breiten Gipskeupertal des Rankbaches am Rand des Glemswalds. Anlässlich des Wiederaufbaus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ortsmitte entstand östlich der Kirche bei der alten Schule ein geräumiger Marktplatz. Neue Wohngebiete wurden schon vor, hauptsächlich aber nach dem Zweiten Weltkrieg erschlossen, namentlich östlich des alten Ortes in den Fluren »Hohberger«, »Steußler«, Esslinger Weg, »Schießmauer« (1948/72) und nördlich bzw. nordöstlich davon »Käppele«, »Seele«, »Stützweg« (1968/73). Ein- bis Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser überwiegen. Die Industrie siedelte sich im Nordosten (seit 1965), nahe der Bahnlinie im Südosten (seit 1950) und Westen (Gewerbegebiet »Huhneräcker« 1974/75) an.
Historische Namensformen:
  • Magstat 1100 [Überlieferung 16. Jahrhundert]
  • Magistat 1261
  • oppidum Magestat 1295
Geschichte: 12. Jahrhundert (Überlieferung 16. Jahrhundert) Magstat, 1261 Magistat, 1295 oppidum Magestat (Mage = Verwandte?). Durch Reihengräber als Siedlung wenigstens der Zeit um 700 erwiesen. Die im 12. und 13. Jahrhundert nachgewiesene Adelsfamilie von Magstadt zählte im 13. Jahrhundert zur Ministerialität der Tübinger Pfalzgrafen. Der zuvor wohl calwische Ort gehörte im 13. Jahrhundert den Tübingern und kam im wesentlichen vor 1381/83 an Württemberg. Besitz hatten hier u.a. auch die von Weißenstein (1295 an Kloster Maulbronn, 1423 an Stift Sindelfingen), die Marschalk von Weil (1376 an Württemberg) und Kloster Bebenhausen (1292 von den Pfalzgrafen). Im Zweiten Weltkrieg wurden 12% der Wohnungen, besonders im Ortskern, zerstört. Der Ort, der seit 1817 Marktgerechtigkeit hat, zählte nach 1380 sowie 1763/67 zum Amt Leonberg, sonst zum Amt bzw. Oberamt, seit 1938 Landkreis Böblingen.

Ersterwähnung: 1273
Kirche und Schule: Die Kirche St. Georg (so 1465) wird erstmals 1273 erwähnt; den Kirchensatz gab Württemberg 1392 an Kloster Bebenhausen, dem die Kirche 1395 inkorporiert wurde. Evangelische Pfarrkirche von 1511, in befestigtem Kirchhof, mit netzrippengewölbtem Chor, spätgotischer Taufstein mit Reliefdarstellung der sieben Sakramente. Hinter dem Chorbogen ein romanischer Tympanon, Rest der früheren Kirche, eingemauert. Katholische Kirche zur Hl. Familie von 1953, Pfarrei seit 1961.
Patrozinium: St. Georg
Ersterwähnung: 1465

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